3D und der deutsche Film - FFA legt zwei neue Studien vor / 3D sorgt für Umsatz und neue Kinofreude

24.11.2013

Der 3D-Film ist für die deutschen Filmtheater nicht nur zu einem unverzichtbaren Umsatzträger geworden, sondern hat auch dafür gesorgt, dass viele Menschen überhaupt erst wieder Lust auf Kino bekommen.

2012 wurden insgesamt 27,0 Mio. Tickets, und damit jede fünfte Kinokarte (20%), für einen 3D-Film gelöst - der mit 268 Mio. Euro jedoch alleine über ein Viertel (26%) des Gesamtumsatzes ausmachte. Zugleich war mehr als jeder Zehnte (12%) im letzten Jahr nur deshalb seit zwei Jahren wieder im Kino, um einen 3D-Film zu erleben. Insgesamt hat in Deutschland 2012 fast jeder zweite Kinobesucher (47%) mindestens auch einen 3D-Film gesehen. Diese Zahlen belegt die neue FFA-Studie „Der Kinobesucher von 3D-Filmen", die die Filmförderungsanstalt zusammen mit einer Einzelbetrachtung des deutschen Films jetzt veröffentlicht hat.

Erstmals werden die beiden Analysen in diesem Jahr als eigenständige Auswertungen vorgelegt, nachdem sie in den Vorjahren jeweils Bestandteil der im Juni veröffentlichten Kinobesucher-Studie über die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten waren.

Weitere Details der beiden Studien:

  • Für den Besuch eines 3D-Filmes zahlte der Kinobesucher 2012 im Schnitt 10,05 Euro - 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei lag der Eintrittspreis 2,30 € über dem durchschnittlichen Eintrittspreis des Jahres 2012

  • Der typische 3D-Kinobesucher ist „männlicher“ und etwas jünger als der allgemeine Kinobesucher. Das Durchschnittsalter des Besuchers von 3D-Filmen lag im Jahr 2012 bei 33,5 Jahren. Die meisten 3D-Tickets wurden an die 20 bis 29 Jährigen verkauft (6,0 Mio.)

  • 3D-Besucher gehören mit durchschnittlich 1,9 Kinobesuchen in 2012 (Gesamtdurchschnitt: 4,4 Besuche) eher zur Gruppe der sporadischen Kinogänger

  • Zwei deutsche Produktionen schafften es unter die TOP 10 der 3D-Titel nach Altersgruppen: DIE VERMESSUNG DER WELT nahm den dritten Platz bei der Altersgruppe über 50 Jahre ein und bei den Twens (20-29 Jahre) platzierte sich die deutsche Koproduktion RESIDENT EVIL: RETRIBUTION auf dem fünften Rang

  • Der Besucher des deutschen Films ist mit einem Anteil von 60% „weiblicher“ und älter (41 Jahre) als der Gesamtkinobesucher (37 Jahre)

  • Mehr als jeder dritte Besucher (35%) deutscher Filme ist über 50 Jahre alt – 2007 gehörte nur jeder vierte Besucher (23%) den höheren Altersgruppen an

  • Gerade kleinere Filmtheater mit bis zu drei Sälen sind prädestiniert für den deutschen Film: Jeder dritte (32%) Besucher sah sich hier einen deutschen Film an

  • Fast die Hälfte aller Kinobesucher von deutschen Filme schätzten das Genre Komödie (46%), gefolgt vom Drama mit 18% und dem Kinderfilm mit 14 Prozent

  • 38% der deutschen Filme wurden mit „hervorragend“ bewertet, 54% der deutschen Produktionen erhielten die Note 2 - die Gesamtnote der deutschen Filme in 2012 lag damit bei 1,73

Die beiden Studien „Der Kinobesucher von 3D-Filmen 2012“ sowie „Der Kinobesucher deutscher Filme 2012“ basieren auf Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Panel befragt regelmäßig 25.000 Teilnehmer zu ihrem Kinobesuch und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahre. Die kompletten Studien stehen zum Download bereit unter: www.ffa.de -> Publikationen -> Studien und Publikationen.


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