Änderungen in der FFA-Kopienförderung

13.01.2012

Die FFA-Kommission für Kopienförderung hat gemeinsam mit den Länderförderern eine neue Zuteilung der Förderorte und eine neue Spielkreiseinteilung festgelegt. Künftig werden entsprechende Filme nach einem veränderten System („Zwei-Wellen-Modell“) gefördert.

Im Detail bedeutet dies:

  1. Die bisherigen Drei-Wellen-Modelle werden umgestellt auf ein Zwei-Wellen-Modell in allen Bundesländern

  2. Jede der zwei Wellen dauert in allen Spielkreisen jeweils zwei Wochen

  3. Nach der vierten Woche, also nach Abschluss der Auswertung in den beiden Wellen, verbleiben die geförderten Kopien bei den Verleihfirmen zur weiteren Disposition in den Förderkinos der jeweiligen Länder

  4. Förderfähige Positionen sind zunächst die Kosten der Erstellung

    1. des DCP
      Digital Cinema Package - Digitales Äquivalent einer Filmrolle. Alle digitalen Inhalte, die in einem D-Cinema wiedergegeben werden sollen, müssen exakt den Spezifikationen der DCI und der SMPTE entsprechen. Hauptfilm-DCPs sind verschlüsselt und können nur auf einem in der KDM festgelegten D-Cinema-System decodiert werden.

    2. der KDM
      Key Delivery Message - Datei, die in verschlüsselter Form alle für die Wiedergabe eines digitalen Hauptfilms notwendigen Informationen enthält. Eine KDM besteht unter anderem aus dem Entschlüsselungscode des Films sowie den TDL-Informationen der Leinwand, die für die Wiedergabe vorgesehen ist. Eine KDM ist für eine vom Rechteinhaber bestimmte Zeit gültig.

Förderfähig sind jeweils nur tatsächlich angefallene Kosten, die sich im marktüblichen Rahmen bewegen. Derzeit sind hier etwa insgesamt 150 € für beide Positionen zu erwarten.

  1. Soweit dem Verleiher darüber hinaus tatsächlich Kosten für VPF-Zahlungen (Virtual Print Fee) im Rahmen des Abspiels der Förderkopien auf einem digitalen Projektionssystem der Spielkreisfilmtheater entstehen, sind diese im Grundsatz ebenfalls förderfähig. Höchstgrenze der Förderung sind jedoch 500,00 € für die erste anfallende VPF. Darüber hinausgehende VPF-Zahlungen sind als Investment der Verleihunternehmen in die Digitalisierung anzusehen und daher nicht förderfähig.


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