FFA legt Studie zur Ermittlung des Finanzbedarfs zum Erhalt des Filmischen Erbes vor

26.11.2015

Die Archivierung von Kinofilmen erfolgt heute in einer Vielzahl von über Deutschland verteilter staatlichen, von öffentlicher Seite mitfinanzierten oder auch rein privaten Archiven. Die Archivierung analogen Filmmaterials ist jedoch nicht nur mit enormen technischen Herausforderungen verbunden, sondern birgt vor allem das Risiko, dass Teile des Bestandes zunehmend durch chemische und materialbezogene Prozesse vom Zerfall bedroht sind, wenn sie nicht digitalisiert werden.

Um den aktuellen Diskussionen und Abstimmungen eine hinreichend fundierte Basis zu bieten, hat die FFA jetzt eine umfassende gutachterliche Abschätzung des Aufwands und des dafür erforderlichen Finanzbedarfs vorgelegt. Die Studie „Ermittlung des Finanzbedarfs zum Erhalt des Filmischen Erbes“ geht dabei von drei verschiedenen Ansatzpunkten aus:

  1. quantifizierter und kategorisierender Überblick über das zu archivierende Volumen
     
  2. differenzierte Ableitung der Kosten der Archivierung (einmalige und laufende, bei den Archiven selbst sowie auch externen Dienstleistern)
     
  3. realistische Verteilung der Kosten auf der Zeitachse auch unter Berücksichtigung der verfügbaren technischen Kapazitäten


Darüber hinaus legt die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstelle Expertise eine dreigeteilte Priorisierung zu Grunde:

  • den Bedarf für eine Auswertung durch die Filmwirtschaft (für Kino, TV o. a.)
     
  • die Notwendigkeit einer konservatorischen Sicherung aufgrund von akuter Materialgefährdung, (digitale Archivierung als Rettung von akut bedrohtem Material)
     
  • den kuratorischen Bedarf aus filmhistorischer oder musealer Sicht (Retrospektiven, Forschung, etc.)

Die Ergebnisse dieser Betrachtung erstrecken sich über eine Zeitachse von zehn Jahren. Die vollständige Studie „Ermittlung des Finanzbedarfs zum Erhalt des Filmischen Erbes“ finden Sie hier.

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