Deutsche Filme sorgten für den Zuwachs beim Besuch und Umsatz / Neuauflage der FFA-Studie „Der Kinobesucher 2008"

17.04.2009

Filme aus Deutschland haben dem Kino in Deutschland im letzten Jahr eindeutig ihren Stempel aufgedrückt: Über die Bestmarke im Marktanteil hinaus – mit 26,6 Prozent auf dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung – sind die gestiegenen Besucher- und Umsatzzahlen des Vorjahres in erster Linie deutschen Filmproduktionen und Produktionen mit deutscher Beteiligung zu verdanken.

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Sie erreichten 2008 laut GfK-Konsumentenpanel rund neun Mio. Besucher oder 36 Prozent mehr als 2007 - und sorgten somit allein für einen Umsatzzuwachs von 65 Mio. Euro (45%) im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen und viele weitere interessante Details rund um das Kino und dessen Publikum legt die Filmförderungsanstalt (FFA) jetzt in der 17. Auflage der Studie „Der Kinobesucher 2008“ vor, die die repräsentative Entwicklung des Kinobesuchs in Deutschland beleuchtet.[/B]

Kein Wunder, dass 46 Prozent der deutschen Filme im Vorjahr von den Kinobesuchern mit „hervorragend“ benotet wurden – die mit einer Durchschnittsnote von 1,62 über der Gesamtnote aller Filme (1,74) lagen. Das Interesse am deutschen Film steigt übrigens mit zunehmendem Alter: Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Besuche der Generation 60 entfielen im Jahre 2008 auf deutsche Produktionen. Und: Das Durchschnittsalter der Besucher deutscher Filme lag mit 37 Jahren über dem Gesamtdurchschnitt von 33 Jahren.
Weitere Zahlen aus der Studie:

  • Den größten Besucheranteil unter allen Kinobesuchern stellten auch 2008 wieder die 20- bis 29Jährigen mit 27 Prozent - fast ein Viertel (23%) waren Jugendliche bis 19 Jahren.

  • Allerdings: Seit 1999 ist die Zahl der 20- bis 29jährigen Kinobesucher fast um die Hälfte (42%) zurückgegangen. Die Altersgruppen ab 40 Jahren hingegen werden immer kinoaffiner und stellten 2008 jeden dritten Kinobesucher (33%).

  • 28,5 Mio. Deutsche ab 10 Jahren sind 2008 mindestens einmal im Kino gewesen – das entspricht einer Kinoreichweite von 41 Prozent oder 4,5 Besuchen pro Kopf und liegt um 2 Prozent über dem Vorjahreswert. In der Altersgruppe der 10- bis 19Jährigen waren mehr als zwei Drittel (69%) im letzten Jahr einmal oder mehrmals im Kino.

  • Die aktivsten Kinobesucher finden sich in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen: Mehr als ein Drittel (36%) der „intensiven Kinogänger mit mehr als sieben Besuchen“ im Jahre 2008 gehört zu dieser Altersgruppe. Allerdings: Mit 6,1 Kartenkäufen pro Kopf im Jahre 2008 gingen diese traditionell kinoaffinen Jahrgänge im Vorjahr rund 1,5mal weniger ins Kino als noch 2001.

  • Rund drei Viertel (73%) aller 20- bis 29Jährigen zog einen Kinobesuch zur abendlichen Hauptvorstellung um 20 Uhr oder später vor, jeder Dritte der über 60jährigen hingegen bevorzugte einen Filmbeginn vor 17 Uhr. Auf die Wochentage bezogen waren fast zwei Drittel aller Besucher (61%) von Donnerstag bis Sonntag im Kino.

  • Und nicht zuletzt: Frauen gingen auch 2008 mit 54 Prozent etwas häufiger ins Kino als Männer.

Die Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) basieren auf Befragungen von 20.000 Teilnehmern und stehen repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahre. Weitere Details wie auch die Studie zum Download ab Montag, den 20. April 2009, auf www.ffa.de/Publikationen.

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URL: http://www.ffa.de/deutsche-filme-sorgten-fuer-den-zuwachs-beim-besuch-und-umsatz-neuauflage-der-ffa-studie-der-kinobesucher-2008.html