Die Kinobesucher in Deutschland werden immer älter / Filmförderungsanstalt legt neue Studie vor

30.04.2010

Vor zehn Jahren waren noch zwei von drei Kinobesuchern (62%) zwischen 10 und 29 Jahre alt - Im letzten Jahr gehörte nur noch die Hälfte aller Kinobesucher (50%) dieser Altersgruppe an.

Besonders auffällig ist der Rückgang in der Gruppe der 20 bis 29jährigen Kinobesucher, deren Anteil im Vergleich zu 2000 gleich um 37 Prozent geschrumpft ist. Die Altersgruppen ab 40 Jahren hingegen werden immer kinoaffiner: Im Vergleich zu 2000 stellten die über 40 Jährigen jeden dritten Kinobesucher (34%) - vor zehn Jahren zählte nur jeder Fünfte zu dieser Besuchergruppe. Dies ist ein Ergebnis der jüngsten Studie der Filmförderungsanstalt unter dem Titel „Der Kinobesucher 2009", mit der die FFA seit mittlerweile 18 Jahren die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten analysiert.

Die neu aufgelegte Untersuchung belegt darüber hinaus, dass im Jahr 2009 knapp jede dritte Eintrittskarte (30%) der insgesamt 146,3 Mio. verkauften Tickets für einen TOP-10-Film gelöst wurde - wobei mit 44 Besuchermillionären die Zahl der Filme mit 1 bis 6 Mio. Besuchern deutlich über dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre (38) lag. Nur 2001 (46) und 1997 (45) haben mehr Filme mit über einer Mio. verkaufter Eintrittskarten an der Kinokasse punkten können. Insgesamt sind im letzten Jahr in Deutschland 30,8 Mio. Menschen ab 10 Jahren mindestens einmal im Kino gewesen. Damit lag die so genannte Kinoreichweite im Jahre 2009 mit 44 Prozent um 3% über dem Vorjahreswert und auch die Anzahl der Pro-Kopf-Besuche mit 4,7 über dem Wert von 2008. Die höchste Reichweite erreichten die 10 bis 19 Jährigen: In dieser Altersgruppe haben drei Viertel (76%) im Jahre 2009 mindestens einen Film im Kino gesehen, an der Spitze: junge Frauen mit einer Reichweite von 86 Prozent.

Weitere Erkenntnisse aus der Studie in der Übersicht:

  • Der Anteil der weiblichen Kinobesucher lag im Jahr 2009 bei 56 Prozent - damit hat sich das Geschlechterverhältnis in den letzten 10 Jahren umgekehrt: 2000 lag der Männeranteil noch bei 52 Prozent.

  • Die aktivsten Kinobesucher sind weiterhin in der Gruppe der 20 bis 29 Jährigen zu finden: Mehr als ein Drittel (36%) zählten auch 2009 zu den „intensiven Kinogängern" mit mehr als 7 Besuchen im Jahr.

  • Ein Kinobesuch wurde im Vergleich zu 2008 häufiger bereits mehr als einen Tag im Voraus geplant: nur ein Viertel der Kinobesucher (26%) entschied sich, noch am selben Tag ins Kino zu gehen - 2008 lag Anteil der Spontanbesucher noch bei 30 Prozent.

  • Fast jeder Zehnte (9%) sah sich im letzten Jahr alleine einen Kinofilm an, mehr als ein Drittel (37%) aller Besucher indes bevorzugten einen Kinobesuch mit Freunden, Bekannten und Kollegen - wobei sich der Kinobesucher übrigens mit durchschnittlich 2,3 weiteren Personen für einen Kinoabend verabredete.

  • Mehr als jeder Zweite fühlte sich im letzten Jahr entweder durch „Filmvorschau oder Trailer" (29%) oder durch „Werbung im Fernsehen" (28%) zu einem Kinobesuch inspiriert; jeder Fünfte (19%) folgte einer „Empfehlung durch Freunde, Bekannte und Verwandte".

Die Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) basieren auf Befragungen von 20.000 Teilnehmern und stehen repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahre. Weitere Details wie auch die Studie zum Download unter www.ffa.de/Publikationen/Studien und Publikationen.

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