FFA legt zum achten Mal Studie über Kino-Sonderformen vor: Besuch und Umsatz wachsen überdurchschnittlich

15.06.2012

Die Filmtheater der Kinosonderformen haben im letzten Jahr sowohl beim Besuch als auch beim Umsatz überdurchschnittlich zulegen können.

Mit einem Besucherplus von 5,5% (240.019 Besucher) und einem Umsatzzuwachs von 8,9% auf 26,2 Mio. Euro lagen die Steigerungsraten in diesem Segment mehr als doppelt so hoch als der Gesamtmarkt. Dennoch ging die Anzahl der Leinwände in diesem Segment seit 2009 erstmals wieder geringfügig um 3 Leinwände auf 578 zurück. Diese Zahlen weist die aktuelle Studie „Kino-Sonderformen - Ergebnisse der Jahre 2007 bis 2011“ aus, die die FFA jetzt zum achten Mal vorlegt.

Zu den Kino-Sonderformen zählen alle Leinwände, die nicht zu den Multiplexen oder herkömmlichen Filmtheatern gerechnet werden - wie z. B. Autokinos, Filmfeste, Open-Air-Veranstaltungen (Freilichtbühnen), kommunale/kulturelle Kinos, Saisonkinos, Truppenkinos (Kasernen), Filmveranstaltungen in Universitäten/Schulen/Kliniken oder Vereine und Wanderkinos. Von den insgesamt 4.640 Kinosälen im Jahr 2011 gehörten Ende letzten Jahres 578 (12,5%) in diese Filmtheaterkategorie. Den höchsten Zuwachs mit rund 12 Prozent (14 Kinosäle) verzeichneten im Jahr 2011 die Vereine, während sich der Kinobestand in Universitäten/Schulen/Kliniken um 3 Säle vergrößerte. Am häufigsten geschlossen wurden Freilichtbühnen und Open-Air-Kinos (10 Leinwände), zudem stellten im vergangenen Jahr 6 Saisonkinosäle, 3 Autokinoleinwände und 2 Wanderkinos ihren Betrieb ein.

Der Besucherzuwachs von 2,3 Prozent im Gesamtmarkt ging im Vorjahresvergleich vornehmlich auf das Konto der herkömmlichen Kinos wie auch der Kinosonderformen, die gemeinsam 3,0 Mio. mehr Kinobesucher generierten. Davon entfielen auf die Sonderformen 4,6 Mio. Besucher und damit 3,6 Prozent der Gesamtkinobesucher des Jahres 2011 (2010: 3,5%). Mit 1,5 Mio. Besuchern (1,2%) erreichten die kommunalen und kulturellen Spielstätten die meisten Besucher der Sonderformen. Die meisten Besucher dazugewinnen konnten Autokinos (73.799 = 33,8%) und Saisonkinos (33.711 = 12,6%) - trotz rückläufiger Leinwandzahlen. Neben den Vereinskinos (9,5%) und Filmfesten (5,7%) verkauften auch Freilichtbühnen und Open-Air-Kinos (2,0%) nach den deutlichen Besucherrückgängen im Jahre 2010 im letzten Jahr wieder mehr Kinotickets.

Die aus den Ticketerlösen erwirtschaftenden Umsätze in Höhe von 985,1 Mio. Euro lagen bundesweit um 4,1 Prozent über den Vorjahreswerten – und analog zu den Besucherzahlen ging auch hier die Umsatzsteigerung im Wesentlichen auf das Konto der herkömmlichen Kinos und der Sonderformen. Multiplexkinos hingegen setzten 2011 knapp 3 Mio. Euro weniger um als im Jahr davor. Von dem Umsatzwachstum konnten mit Ausnahme der Wanderkinos (-9,1%) fast alle Sonderformen profitieren – wobei die Autokinos ihre Umsätze besonders stark steigern konnten (47,5%) und auch die Saisonkinos (23,2%) und Vereinskinos (15,7%) überdurchschnittlich zulegten.

Der durchschnittliche Eintrittspreis ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr über alle Kinos gerechnet um 0,12 Euro (1,7%) auf 7,39 Euro gestiegen, nachdem er sich von 2009 auf 2010 noch um 0,60 Euro (9,0%) erhöht hatte. Dabei stieg der Eintrittspreis - parallel zum Besucher- und Umsatzplus - insbesondere bei den herkömmlichen Kinos (3,3%) und den Kinosonderformen (3,1%) überproportional an. Überdurchschnittlich teurer war der Besuch von Autokinos (10,1%), Saisonkinos (9,5%) und Vereinskinos (5,7%) im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt lag der Eintrittspreis im Vorjahr für den Besuch eines Kinos aus der Gruppe der Sonderformen mit 5,66 Euro jedoch noch immer deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie unter dem Titel „Kino-Sonderformen – Ergebnisse der Jahre 2007 bis 2011“ sind unter www.ffa.de/publikationen abrufbar.


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