Verkürzung der Sperrfristen

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 53 - 58 FFG

Um einen exklusiven Auswertungszeitraum für das Kino zu gewährleisten, enthält das Filmförderungsgesetz Sperrfristen. Sofern die Herstellung und /oder die Auswertung eines Films durch die FFA gefördert wurde, müssen die Sperrfristen eingehalten werden. Erst wenn diese verstrichen sind, kann der Film in der nächsten Verwertungsstufe, z.B. über Video-On-Demand (VOD) oder auf DVD, angeboten werden.

Verkürzung der Sperrfristen

Die Sperrfristen in der Übersicht:

Verwertungsstufe Reguläre Sperrfrist Mögliche Verkürzung
(in Ausnahmefällen)
Bildträgerauswertung
(DVD, Blu-ray-Disc)
6 Monate 5 Monate (4 Monate)
Entgeltliche Videoabrufdienste /
Bezahlfernsehen gegen individuelles Entgelt (VOD/EST/PPV)
6 Monate 5 Monate (4 Monate)
Bezahlfernsehen gegen pauschales Entgelt (Pay-TV) 12 Monate 9 Monate (6 Monate)
Frei empfangbares Fernsehen (Free-TV) /
unentgeltliche Videoabrufdienste
18 Monate 12 Monate (6 Monate)

Antrag auf Sperrfristverkürzung:

Die Sperrfristen können bei der FFA auf Antrag des Herstellers verkürzt werden. Ein Antrag auf Sperrfristverkürzung kann erst nach Kinostart gestellt werden. Eine Verkürzung der Sperrfrist darf nicht mehr erfolgen, wenn mit der Auswertung, für die die Verkürzung beantragt wurde, bereits vor der Entscheidung über den Antrag begonnen wurde. Die Entscheidung trifft der Vorstand der FFA unabhängig von Sitzungsterminen. Für eine Sperrfristverkürzung durch die FFA und den DFFF gibt es ein gemeinsames Antragsformular.

Wir bemühen uns, dass innerhalb von vier Wochen nach Antragseingang über Ihren Antrag entschieden wird. Bitte beachten Sie bei Ihrer Planung, dass dies nur möglich ist, wenn Sie vollständige Unterlagen einreichen.

Hierzu gehören:

  • Ausgefülltes und unterzeichnetes Antragsformular
  • Zustimmungserklärungen der Rechteinhaber der vorgelagerten Auswertungsstufen
  • Erklärung des Senders über den geplanten Sendetermin, soweit die Verkürzung der Free-TV Sperrfrist beantragt wird
  • Erklärung des Verleihs, dass die Kinoauswertung als abgeschlossen angesehen werden kann (unter Angabe der Besucherzahlen, Anzahl der Kopien und einer Prognose der Besucherentwicklung bis zum geplanten Auswertungsbeginn durch DVD/VOD/Pay- oder Free-TV)
  • Der Antragsteller muss zudem nachweisen, dass sich auch die weiteren Verwerter ausreichend bemüht haben, den Film erfolgreich auszuwerten und die Auswertung als abgeschlossen angesehen werden kann
  • Hat nach der Kinoauswertung eine Verwertung in einzelnen weiteren Stufen nicht stattgefunden, müssen hierfür plausible Gründe angeführt werden. Das heißt, der Antragsteller muss belegen, dass er sich bemüht hat, den Film im Rahmen der üblichen Auswertungskette zu verwerten (z.B. durch Nachweis schriftlicher Angebote an die einzelnen Verwerter und der entsprechenden Antworten).

Kontakt

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Ismene Finkmann
Justiziarin
Tel.: 030 - 27 57 7 - 561
Fax: 030 - 27 57 7 - 560
E-Mail: finkmann@ffa.de

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Stefanie Schütt
Assistenz
Tel.: 030 - 27 57 7 - 565
Fax: 030 - 27 57 7 - 560
E-Mail: schuett@ffa.de

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