Zweites deutsch-portugiesisches Koproduktionstreffen in München

01.07.2019

Produzentinnen und Produzenten aus Portugal und Deutschland kamen zu einer erneuten Begegnung am 28. und 29. Juni im Rahmen des Münchener Filmfestes zusammen. Themen der von der Filmförderungsanstalt FFA und ihrem portugiesischen Pendant Instituto do Cinema e do Audiovisual ICA organisierten Veranstaltung waren u.a. die Vorstellung eigener nationaler und regionaler Filmförderung – darunter das neue Cash Rebate Incentive in Portugal – Informationen über Produktionsbedingungen und Möglichkeiten gemeinsamer Zusammenarbeit sowie bisherige Erfolge deutsch-portugiesischer Koproduktionen.

Nach dem ersten Koproduktionstreffen im Herbst 2017 in Lissabon bot sich den Teilnehmer*innen nun eine weitere Gelegenheit, sich zu vernetzen, ihre Kenntnisse der Märkte in den Partnerländern zu vertiefen und neue Filmprojekte für ein internationales Publikum zu pitchen.  
 
„Je besser wir uns gegenseitig kennenlernen, desto ergiebiger wird unsere künftige Zusammenarbeit sein“, betonte FFA-Vorstand Peter Dinges in seiner Begrüßungsrede. „Gemeinsam mit Luis Chaby Vaz und seinem Team möchten wir dazu beitragen, dass die Chancen und Möglichkeiten der filmwirtschaftlichen Beziehungen zwischen Portugal und Deutschland weiter gesteigert werden.“ 

Seit einer Änderungsvereinbarung im bilateralen Film-Koproduktionsabkommen im Jahr 2015 ist es für Produzent*innen aus Deutschland und Portugal einfacher geworden, gemeinsame Kinoprojekte zu initiieren. Die Mindestbeteiligung an gemeinsamen Koproduktionen ist flexibel gestaltet und beträgt in besonderen Fällen jetzt nur noch 10 Prozent (früher: 70:30).  

Beispiele erfolgreicher deutsch-portugiesischer Koproduktionen aus den letzten Jahren sind das Anfang Juni in den deutschen Kinos gestartete Drama „Los Perros“ von Marcela Said (u.a. Teilnahme in der Sektion Semaine de la Critique /Filmfestival Cannes) und „Tabu – eine Geschichte von Liebe und Schuld“ von Miguel Gomes (u.a. Teilnahme Berlinale-Wettbewerb, Alfred-Bauer-Preis, FIPRESCI-Preis). 

Das deutsch-portugiesische Koproduktionstreffen 2019 fand in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Botschaft in Deutschland / Camões Institut Berlin und mit Unterstützung von FFF Bayern und Filmfest München statt. 

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