Das Kinojahr 2018 – Marktzahlen aus Deutschland

Mai 2018

Der Kinomarkt in Deutschland musste 2018 bedeutende Einbußen verkraften – Umsatz und Besucherzahlen gingen nach den Ergebnissen des GfK Consumer Panels jeweils um rund 15 Prozent auf 100 Mio. Besucher bzw. 893 Mio. Euro zurück. 2018 waren knapp 25 Mio. (37 Prozent) der Deutschen über 10 Jahre mindestens einmal im Kino. Im Vergleich zu 2017 ist dies ein stabiler Wert, in der Langzeitbetrachtung geht die Reichweite jedoch deutlich zurück: Vor 10 Jahren besuchten noch 44 Prozent der Deutschen ab 10 Jahren ein Kino.

Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die Frank Völkert, stellvertretender Vorstand der FFA in seinem Vortrag „Das Kinojahr 2018 – Marktzahlen aus Deutschland“ beim Kinokongress 2019 in Baden-Baden analysierte. 

Weitere Ergebnisse der Studie:

Die Besuchsintensität sank im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 auf 4,1 Besuche pro Kopf um 14 Prozent. Es zog also nicht weniger Menschen ins Kino, sondern diejenigen, die ins Kino gingen, taten dies weniger häufig.

Mit 37 Prozent Reichweite gingen 2018 immer noch mehr Personen ins Kino, als Personen, die Home-Video-Produkte (34 Prozent) nutzen. Im Vergleich zu 2017 haben sich diese Anteile nicht verändert. Auch der Anteil der Home-Entertainment-Nutzer, die ins Kino gehen, ist 2018 mit 69 Prozent stabil – obwohl die Umsätze des Teilbereichs SVoD 2018 um 77 Prozent zugelegt haben.

Wie im Vorjahr waren im Jahr 2018 55 Prozent aller SVoD-Nutzer gleichzeitig Kinogänger. Die SVoD-Konsumenten gingen also auch in dem schwachen Kinojahr 2018 ins Kino und taten dies zwar weniger als im Vorjahr, aber dennoch weiterhin häufiger als der Gesamtmarkt. Gleichzeitig gaben sie dort auch mehr Geld aus als andere Filmkonsumenten und zahlen im Vergleich zum Gesamtmarkt vier Prozent höhere Eintrittspreis.

Dennoch verändert sich für die Kinobetreiber die Struktur ihrer Kinogänger: Waren 2017 noch 23 Prozent der Kinogänger gleichzeitig SVoD-Kunden, hat sich dieser Anteil 2018 auf 28 Prozent erhöht.

Die FFA veröffentlicht seit 27 Jahren regelmäßig Studien über die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten. Grundlage für die Auswertungen ist das Individualpanel Media*Scope der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dessen filmwirtschaftliche Daten der FFA exklusiv zur Verfügung stehen. Das Panel umfasst 25.000 Teilnehmer und steht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahren.

 

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