EFADs weiterhin gegen Entwurf zur Kinomitteilung

19.05.2013

Das Netzwerk der European Film Agency Directors (EFADs) hat im Rahmen ihres traditionellen Treffens am Rande der Internationalen Filmfestspiele in Cannes in einer gemeinsamen Presseerklärung schwere Bedenken gegen den aktuellen Entwurf zur EU-Kinomitteilung geäußert.

Demnach hält die EFADs auch die im überarbeiteten Entwurf enthaltenen Kriterien zur Vereinbarkeit von nationalen Fördersystemen mit EU-Wettbewerbsvorschriften nicht für akzeptabel. Zudem bezieht die EFADs in ihrem Communiqué Stellung zu dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Nach Haltung der EFADs müssten aus den Verhandlungen zu diesem Freihandelsabkommen die Bereiche Kultur und Medien grundsätzlich heraus ausgenommen werden, um die kulturelle Vielfalt in Europa nicht zu gefährden und um beispielsweise die öffentliche Förderung des Films nicht in Frage zu stellen. Des Weiteren beschloss die EFADs vor dem Hintergrund der zunehmenden Herausforderungen bei der Finanzierung audiovisueller Projekte im Digitalzeitalter eine neunköpfige Arbeitsgruppe zu gründen, die ein gemeinsames Strategiepapier für ein erfolgreiches, offenes und kooperatives Miteinander zwischen Film- und Internetbranche vorlegen soll.

Die nächste EFADs-Sitzung findet im September in San Sebastian statt.


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URL: https://www.ffa.de/efad-weiterhin-gegen-entwurf-zur-kinomitteilung.html