Deutsch-Polnischer Filmfonds unterstützt die Produktion von drei neuen Projekten

06.03.2018

In der ersten Förderrunde 2018 haben die Filmförderungsanstalt (FFA), das Medienboard, die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) und das Polnische Filminstitut im Rahmen des Deutsch-Polnischen Filmfonds drei Filmprojekte mit insgesamt 200.000 Euro gefördert. 

So verfilmt Thorsten Klein in Adventures of a Mathematician die Lebensgeschichte des polnischen Mathematikers Stanislav Ulam, der in den 1940er Jahren in den USA in den Wissenschafts-Olymp aufsteigt und dort an der Erfindung der Wasserstoff-Bombe und des Computers beteiligt ist. Der Regisseur dreht nach dem Thriller Lost Place seinen zweiten abendfüllenden Spielfilm. Die Hauptrollen übernehmen das polnische Nachwuchstalent Jakub Gierszalund und sein Schweizer Kollege Joel Basman. Koproduzenten sind Dragonfly Films (Deutschland), Shipsboy (Polen) sowie Solo Productions (Kanada). Der Fonds unterstützt das Projekt mit 100.000 Euro Produktionsförderung.

Zudem wird das Projekt Agung gefördert - ein Beziehungsdrama, in dem ein Ehepaar nach Bali reist und am Fuße des Vulkans Agung strandet. Der polnische Regisseur Pawel Ferdek, der hierfür auch das Skript schrieb, wurde 2017 für sein Drehbuchdebüt Ich heiSSe Ki beim Filmfestival Venedig 2017 gefeiert. Die Koproduzenten von Agung sind Eitelsonnenschein GmbH und auf polnischer Seite Pokromski Studio (60.000 Euro Produktionsförderung).

Auf eine filmisch-poetische Reise entlang der deutsch-polnischen Grenze an Oder und Neiße begibt sich Andreas Voigt in seinem Dokumentarfilm Grenzland. Der Regisseur, international bekannt geworden mit seinen Leipzig-Filmen vor und nach dem Wendeherbst 1989, erzählt Lebensgeschichten von Menschen auf beiden Fluss-Seiten. Als Koproduzenten fungieren Barbara Etz Filmproduktion und Ajour Film sowie die polnische Nordfilm (40.000 Euro Produktionsförderung). 

Nächster Einreichtermin für Anträge auf Entwicklungs- oder Produktionsförderung für deutsch-polnische Filmvorhaben ist der 31. Juli 2018. Der Sitzungstermin wird rechtzeitig auf den Seiten des Medienboard, der Mitteldeutschen Medienförderung, der Filmförderungsanstalt und des Polnischen Filminstituts bekanntgegeben, auf denen auch die Antragsformulare und weitere Informationen vorliegen. 

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