Weitere Aufgaben

Über die eigene Fördertätigkeit hinaus übernimmt die FFA als Dienstleister administrative Aufgaben für die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Dies gilt für von der BKM geförderte Filmprojekte als auch für die BKM-Verleihförderung und die BKM-Förderung von Filmkopien für Filmkunsttheater.

Außerdem verwaltet die FFA im Auftrag der BKM den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sowie die Förderinitiative „Ein Netz für Kinder“. Des Weiteren ist die FFA für den German Motion Picture Fund (GMPF) zuständig, dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Neben der Förderung von Kinderfilmen in der Projekt-, Referenz- und Kinoförderung hinaus, beteiligt sich die FFA an der Initiative „Der besondere Kinderfilm”.  

Als Gesellschafterin der German Films Service + Marketing GmbH und der Vision Kino gGmbH beteiligt sich die FFA in erheblichem Maße an der Finanzierung dieser Institutionen und ihrer Aufgaben, und stiftet das Preisgeld des jährlich von Vision Kino verliehenen Drehbuchpreis Kindertiger.

Initiative „Der besondere Kinderfilm“

Gemeinsam mit sechzehn weiteren Institutionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, der Filmwirtschaft, der Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie der Politik beteiligt sich die FFA an dem Fördermodell „Der besondere Kinderfilm”. Ziel dieser 2013 ins Leben gerufenen Initiative ist es, Kinderfilmen, die auf originären Stoffen beruhen, mehr Präsenz und Bedeutung zu verschaffen. Für die Entwicklung und Produktion der ausgewählten Projekte stellt die FFA jährlich 500.000 Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Initiative „Der besondere Kinderfilm“, den Fördervoraussetzungen, Förderstufen und zu den Förderentscheidungen unter: www.der-besondere-kinderfilm.de

German Films

German Films ist das nationale Informations- und Beratungszentrum zur Verbreitung deutscher Filme im Ausland. Zu den Hauptaufgaben von German Films gehören die Exportberatung für deutsche Filmproduktionsgesellschaften, die enge Zusammenarbeit mit den Veranstaltern bedeutender Filmfestivals, die Organisation von Gemeinschaftsständen des deutschen Films auf internationalen Film- und Fernsehmessen, die weltweite Veranstaltung von „Festivals des deutschen Films“ und Filmtourneen sowie Veröffentlichungen über das aktuelle deutsche Filmschaffen.

Die FFA hat u. a. die Aufgabe, die wirtschaftliche und kulturelle Ausstrahlung des deutschen Films im Ausland zu verbessern und ist in diesem Zusammenhang als Gesellschafterin an der German Films Service + Marketing GmbH beteiligt.

Zur Website von German Films

VISION KINO

vision kinoVISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Ziel und Aufgabe von VISION KINO ist es, die Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie für den Film und seinen originären Aufführungsort, das Kino, zu begeistern.

Die FFA ist als Gesellschafterin an der Vision Kino gGmbH beteiligt. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.

Zur Website von VISION KINO

Drehbuchpreis Kindertiger

Seit 2008 stiftet die FFA das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für den Drehbuchpreis Kindertiger, ein jährlich von VISION KINO und KiKA verliehener Preis für das beste verfilmte Drehbuch eines Kinderfilms, der bereits regulär im Kino aufgeführt wurde. Aus allen Einreichungen nominiert ein Expertengremium drei Drehbücher, unter denen die Kinderjury den Gewinner bestimmt. Weitere Informationen zum Kindertiger, zu den Einreichungskriterien und den Bewerbungsvoraussetzungen für die Kinderjury unter: www.visionkino.de.

Europäische Aktivitäten

Mittels verschiedener Initiativen und Aktivitäten engagiert sich die FFA in Belangen der europäischen Filmpolitik und -förderung. Durch Mitgliedschaft bei dem Netzwerk der European Film Agency Directors (EFADs) und mit der Kommission für internationale Zusammenarbeit und EU-Filmfragen kann die FFA unmittelbar auf die europäische Medienentwicklungen reagieren und ihre Position gegenüber den Institutionen vertreten. Mit der Förderung nach dem deutsch-französische Filmabkommen (Minitraité), dem Deutsch-Italienischen Co-Production Development Fonds sowie dem Deutsch-Polnischen Filmfonds bietet sie attraktive Fördermöglichkeiten für länderübergreifende Koproduktion.

Kommission für internationale Zusammenarbeit und EU-Filmfragen

Die vom Verwaltungsrat gewählte Kommission für internationale Zusammenarbeit und EU-Filmfragen trifft sich regelmäßig mit dem Ziel, Kooperationen der deutschen Filmwirtschaft mit europäischen Institutionen zu intensivieren, und Positionen zu allen Belangen der audiovisuellen Medienpolitik der EU zu beziehen.

Die Zusammensetzung der Kommission

European Film Agency Directors (EFADs)

Das Verband der European Film Agency Directors (EFADs) ist ein Zusammenschluss der Filmförderungsinstitutionen aus 31 europäischen Ländern, das sind die Mitgliedstaaten der EU, die Schweiz, Norwegen und Island. Übergeordnetes Ziel der EFADs ist es, über einen proaktiven Ansatz die audiovisuelle Medienpolitik  der EU im Zeitalter der Digitalisierung als konstruktiver Diskussionspartner mit zu gestalten und zu begleiten. Präsident von EFADs ist Peter Dinges, Vorstand der FFA, Vizepräsident ist Guy Daleiden, Direktor des Film Fund (Luxemburg). Zum Generalsekretär wurde Samuel Young ernannt. Sitz des EFADs-Verbands ist Brüssel. Die Mitglieder von EFADs treffen sich drei Mal jährlich anlässlich der Filmfestspiele in Berlin, Cannes und San Sebastian.

Weitere Informationen

Zur Webseite der EFADs

Förderung nach dem Deutsch-Französischen Abkommen

Ein neues Filmprojekt, das gemeinsam mit einem französischen Koproduktionspartner geplant ist, kann von der FFA nach dem Deutsch-Französischen Abkommen gefördert werden. Dies ist eine zusammen mit dem französischen Centre National de la Cinématographie (CNC) eingerichtete Zusatzvereinbarung zum deutsch-französischen Filmabkommen, die Koproduktionen zwischen den beiden Ländern gesondert unterstützt.

Weitere Informationen zu der Förderung

Die Zusammensetzung der Kommission

Förderentscheidungen

Deutsch-Italienischer Co-Production Development Fund

Der Deutsch-Italienische Co-Production Development Fund wurde 2014 von der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Italienische Ministerium für Kultur und Tourismus (MiBACT) ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit von deutschen und italienischen Filmemachern zu intensivieren. Der Fonds unterstützt ab 2015 die Entwicklung von vielversprechenden deutsch-italienischen Koproduktionen im frühen Entwicklungsstadium in Höhe von bis zu 30.000 Euro, die für das deutsche und das italienische Kinopublikum, aber auch für den weltweiten Kinomarkt interessant sind. Der von FFA und MiBACT mit jeweils 50.000 Euro unterstützte Fonds soll neben einer zunehmenden Zusammenarbeit von Produzenten an gemeinsamen Filmprojekten auch die Entstehung von Netzwerken zwischen Filmherstellern aus beiden Ländern steigern.

Weitere Informationen zum Deutsch-Italienischen Co-Production Development Fund

Partnerschaftsabkommen zwischen dem CNC und der FFA

Um die Zusammenarbeit zwischen der Filmförderungsanstalt (FFA) und ihrem französischen Pendant, dem Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC), zu intensivieren wurde am Montag, den 14. Mai im Rahmen des 71. Festival du Film de Cannes ein enstprechndes Abkommen unterzeichnet.

Das Abkommen ist eine weitere Maßnahme neben den seit 2011 ins Leben gerufenen bilateralen Kooperationen: dem deutsch-französischen Mini-Traité, der Deutsch-Französischen Akademie und dem Deutsch-Französischen Filmtreffen sowie dem Atelier Ludwigsburg-Paris.

Das Partnerschaftsabkommen als pdf

 

Deutsch-Polnischer Filmfonds

Seit Dezember 2016 beteiligt sich die FFA gemeinsam mit dem Polnischen Filminstitut (PISF), der Mitteldeutscher Medienförderung (MDM) und dem Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) an dem Deutsch-Polnischer Filmfonds. Das jährliche Fördervolumen beträgt 500.000 Euro.

Ziel des Deutsch-Polnischen Filmfonds ist es, die Koproduktionen zwischen Deutschland und Polen zu stärken. Das Hauptaugenmerk der FFA liegt dabei auf der Projektentwicklungsförderung von abendfüllenden Spiel-, Animations- und kreativen Dokumentarfilmen. Dafür stellt sie jährlich bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Anträge auf Projektentwicklung können Produzenten aus dem gesamten Bundesgebiet stellen. Die maximale Fördersumme für die Entwicklung eines einzelnen Projektes beträgt  in der Regel 70.000 Euro.

Weitere Informationen zum Deutsch-Polnischen Filmfonds

 

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