Ausfallfonds von Bund und Ländern (Kino und HighEnd-Serien)

Covid19-bedingte Produktionsunterbrechungen werden auf absehbare Zeit nicht durch branchenübliche Ausfallversicherungen abgedeckt sein. Das stellt Produzent*innen von Kinofilmen und HighEnd-Serienproduktionen vor ein hohes wirtschaftliches Risiko. Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wurde zum Ausgleich von Schäden infolge Covid19-bedingter Produktionsunterbrechungen oder -abbrüche der sogenannte Ausfallfonds ins Leben gerufen – dieser ist Teil des Konjunkturpakets NEUSTART KULTUR.

Billigkeitsleistungen aus dem Ausfallfonds 1 können nur dann zum Ausgleich von Covid19-bedingten Schäden gewährt werden, wenn diese für die Produzent*innen nicht vorhersehbar und auch nicht von ihm/ihr zu vertreten sind. Um die Risiken für Covid19-bedingte Schäden am Set weiterhin möglichst gering zu halten, müssen auch nach Auslaufen der SARS-CoV-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 25.05.2022 die Vorgaben der jeweils aktuellen BG-ETEM-Empfehlung für Filmproduktionen eingehalten und in einem detaillierten Hygienekonzept entsprechend umgesetzt werden.

Ausfallfonds zum Ausgleich des Covid19-bedingten Ausfallrisikos in der deutschen Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktion

Der Ausfallfonds I wird bundseitig bis zum 31. März 2023 verlängert. Einige der am Ausfallfonds I beteiligten Länder prüfen derzeit ebenfalls eine Verlängerung.

Der Ausfallfonds erfasst sowohl personenbezogene Risiken, wie eine Covid19-Erkrankung, eine Quarantäneanordnung bei Crew und Cast, als auch infrastrukturelle Risiken wie einen behördlich angeordneten Lockdown.

Es können Schäden, die aus Covid19-bedingten Produktionsunterbrechungen und –abbrüchen eintreten, ersetzt werden. Seit dem 12. Februar 2021 erfasst der Ausfallfonds auch weitgehend Schäden, die auf Produktionsstörungen im Ausland beruhen. Damit können auch Auslandsdreharbeiten zu großen Teilen abgesichert werden.

Bundesseitig deckt der Ausfallfonds die letzten vier Wochen der PreProduction-Phase und die Dreharbeiten von zum Ausfallfonds angemeldeten Produktionen im Zeitraum bis zum 31. März 2023 ab. Einige der am Ausfallfonds I beteiligten Länder prüfen derzeit ebenfalls eine Verlängerung. Die Absicherung des Anteils der verlängernden Länder könnte dann auch rückwirkend zum 01. Juli 2022 erfolgen.

Anmeldeberechtigt beim Ausfallfonds des Bundes sind grundsätzlich Hersteller von bundesgeförderten Kinofilm- und HighEnd-Serienproduktionen, die im Rahmen des DFFF, GMPF, der kulturellen Filmförderung der BKM oder der Projektfilm- oder Referenzfilmförderung der FFA gefördert werden. Es können auch Kinofilme und HighEnd-Serien ohne Förderbeteiligung des Bundes, die durch mindestens eine Landesfilmfördergesellschaft gefördert wurden, beim Ausfallfonds angemeldet werden.

Die Antragstellung zur Anmeldung zum Ausfallfonds muss spätestens sieben Wochen vor Drehbeginn und spätestens bis zum 31. Dezember 2022 ausschließlich per E-Mail erfolgen. Die Prüfung der eingereichten Projekte erfolgt chronologisch nach Datum des Drehbeginns. Grundsätzlich können Schäden, die durch aufgetretene Covid19-bedingte Produktionsstörungen während der Risikophase einer Produktion entstehen, durch den Ausfallfonds ausgeglichen werden. Die Risikophase umfasst die letzten vier Wochen der PreProduction und den originären Dreh. Die Absicherung beginnt mit dem Zugang der Anmeldebestätigung beim anmeldeberechtigten Hersteller.

Es können maximal so viele Produktionen im gleichen Zeitraum am Ausfallfonds teilnehmen, wie insgesamt Deckungsmittel zur Verfügung stehen. 

Produktionen mit einem majoritären Förderanteil des Bundes werden im Schadensfall mit bis zu 95 Prozent des anerkannten Schadens, maximal aber bis zur Höhe der Gesamtherstellungskosten und maximal in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro durch die BKM unterstützt. Produktionen, die majoritär durch die Länder gefördert sind, erhalten bundeseitig im Schadensfall bis zu 750.000 Euro zusätzliche Unterstützung. Ebenfalls bis zu 750.000 Euro können für diese Produktionen durch die sich am Ausfallfonds beteiligenden Länder bereitgestellt werden. Handelt es sich um eine internationale Koproduktion mit einem deutschen Finanzierungsanteil von weniger als 50%, wird der Covid19-Ausfallschaden, soweit es sich um Schäden handelt, die unmittelbar aus Covid19-bedingten Produktionsstörungen im Ausland resultieren, jeweils maximal bis zur Höhe des prozentualen deutschen Finanzierungsanteils anerkannt. Die Selbstbeteiligung des Herstellers beträgt 5 Prozent des anerkannten Schadens, mindestens aber 10.000 Euro.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) von 11. September 2020.

Projektleitung

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Jolinde Sawahn
Projektleitung
Tel.: 030 27577-153
E-Mail: sawahn@ffa.de

Förderreferent*innen

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Elisabeth Bartels
Referentin
Tel.: 030-27577-150
E-Mail: bartels@ffa.de

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Gudrun Jehle
Referentin
Tel.: 030-27577-152
E-Mail: jehle@ffa.de

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David Kussel
Teamleitung Ausfallfonds I und Ausfallfonds II
Tel.: 030 27577-144
E-Mail: kussel@ffa.de

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