FFA-Kinobilanz für das erste Halbjahr 2026: 47,5 Mio. verkaufte Tickets in Deutschland
Pressemitteilung vom 24.08.2026
In den deutschen Kinos wurden von Januar bis Juni 2026 47,5 Mio. Tickets verkauft und 502,2 Mio. Euro Umsatz erzielt. Insgesamt 14 Filme – darunter fünf deutsche Produktionen – verzeichneten im ersten Halbjahr mehr als 1 Mio. Besuche. Der Kinobestand blieb weitestgehend konstant.
Mit 47,5 Mio. verkauften Tickets und 502,2 Mio. Euro Umsatz bringt das erste Halbjahr 2026 den Kinos das beste Ergebnis seit vor der Corona-Pandemie. Der Ticketverkauf liegt nur noch 11 Prozent unter dem des ersten Halbjahres 2019, der Umsatz sogar um 9 Prozent darüber. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr 2025 sind mit 47,5 Millionen 16,9 Prozent mehr Tickets verkauft worden, der Umsatz ist um 24,5 Prozent auf 502 Mio. Euro gestiegen.
„Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres ist der Kinomarkt auf einem Niveau, das viele noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten hätten“, erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges. „Die Entwicklung zeigt, dass das Kino seine besondere Anziehungskraft nicht verloren hat. Immer mehr Menschen entscheiden sich wieder bewusst für das gemeinsame Filmerlebnis auf der großen Leinwand. Dabei trägt nicht ein einzelner Blockbuster den Markt, sondern eine Bandbreite erfolgreicher Filme.“
Mit „Michael“, „Extrawurst“, „The Housemaid – Wenn sie wüsste“, „Der Astronaut – Project Hail Mary“ und „Hoppers“ schaffen fünf Filme, die nicht Fortsetzungen oder Teil eines Franchises sind, den Sprung in die Top 10. Insgesamt hatten 14 Filme zum Teil deutlich mehr als 1 Mio. Besuche – sechs mehr als im Vorjahreszeitraum.
Einen außergewöhnlich starken Beitrag zum Halbjahresergebnis leistet der deutsche Film. Die Zahl der Tickets für deutsche Titel steigt um 61 Prozent auf 12,2 Mio., der deutsche Marktanteil um 7 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent, das ist (mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020) der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Für fünf deutsche Filme wurden über 1 Mio. Tickets verkauft: „Extrawurst“, den mit knapp 2 Mio. Tickets meistgesehenen deutschen Film, „Woodwalkers 2“, „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“ und „Die drei ??? – Toteninsel“.
„Der deutsche Film zeigt in diesem Halbjahr eindrucksvoll, welches Potenzial in ihm steckt. Mit seiner starken Entwicklung ist er der Gewinner dieses Halbjahres“, so Peter Dinges. „Fünf deutsche Produktionen mit mehr als einer Million Besuchen zeigen, dass heimische Filme ihr Publikum erreichen können, wenn Qualität, Geschichten und Vermarktung zusammenkommen. Das ist ein starkes Signal für den Filmstandort Deutschland.“
Die Kennzahlen zum Kinobestand sind weiterhin weitgehend stabil. Die Zahl der Spielstätten und der Kinostandorte ist im Vergleich zu Ende 2025 leicht gestiegen, während die Zahl der Leinwände stagniert, was vor allem auf Eröffnungen kleinerer Spielbetriebe vor Ort hindeutet. Bemerkenswert: Kleinere Städte mit bis zu 50.000 Einwohner*innen erzielen im Halbjahresvergleich 18 Prozent Ticketplus.
„Die positive Entwicklung in kleineren Städten zeigt, wie fest Kinos in vielen Regionen verankert sind“, erläutert Peter Dinges. „Kinos schaffen kulturelle Teilhabe und Gemeinschaft vor Ort. Gerade deshalb ist es ermutigend zu sehen, dass nicht nur die großen Zentren wachsen, sondern endlich auch viele Standorte in der Fläche von der positiven Marktentwicklung profitieren.“
100 Mio. Tickets zum Jahresende scheinen möglich. Die starke Performance von Titeln wie „Spider-Man: Brand New Day“ oder „Die Odyssee“ zu Beginn des zweiten Halbjahres nähren diese Hoffnung.
„Wir blicken mit großer Zuversicht auf die kommenden Monate“, erklärt Peter Dinges. „Das erste Halbjahr hat gezeigt, dass die Begeisterung für das Kino ungebrochen ist, wenn die Filme das Publikum erreichen. Die Voraussetzungen dafür sind so gut wie lange nicht mehr. Wenn sich die positive Entwicklung fortsetzt, kann 2026 zum stärksten Kinojahr seit der Pandemie werden.“
Zum Download: Das Kinohalbjahr – Kino- und Filmergebnisse Januar bis Juni 2026
Kompaktversion: Das Kinohalbjahr 2026 Kompakt