Kämpferinnen: 825.000 Euro Koproduktionsförderung für drei deutsch-französische Filmprojekte

Pressemitteilung vom 15.04.2026

Nach der jüngsten Sitzung der Deutsch-Französischen Förderkommission in Paris erhalten drei Koproduktionen zusammen 825.000 Euro „Minitraité“-Produktionsförderung. Neben den Partnerinnen aus Deutschland und Frankreich sind an jedem der drei Filme Produktionsfirmen aus jeweils zwei weiteren Ländern beteiligt.

Drei Frauenschicksale stehen im Zentrum der geförderten Dramen, alle drei Regisseurinnen verfilmen eigene Drehbücher. Vom Leben einer ukrainischen Soldatin nach dem Kriegseinsatz erzählt Masha Kondakova, „Warrior“ entsteht als französisch-deutsch-ukrainische-polnische Koproduktion. Michelle Keserwanys Protagonistin arbeitet als Radiosprecherin in Beirut, an „Amara“ sind neben den französischen und deutschen Produktionsfirmen auch Partnerinnen aus dem Libanon und Dänemark beteiligt. Und die kindliche Heldin aus Megha Ramaswamys „Reshma Shera“ lebt in einer indischen Bergbauregion; das auf dem Berlinale Co-Production Market 2019 vorgestellte Projekt entsteht als Koproduktion zwischen Frankreich, Deutschland, Griechenland und Indien.

Die „Minitraité“-Förderung im Detail:

Produktionsförderung

WARRIOR
Regie: Masha Kondakova
Drehbuch: Masha Kondakova, Pascal Marc
Produktion D: Weydemann Bros. GmbH (23%)
Förderung D: 150.000 Euro
Produktion F: Ici et Là Productions (53%)
Förderung F: 250.000 Euro
Weitere Koproduktionsländer: Ukraine, Polen
Sasha, Scharfschützin im Donbass, wird verwundet und muss die Front verlassen. Sie kehrt in ihr Dorf im Westen der Ukraine zurück, zu ihrem Vater und Den, einem Veteranen wie sie und zufälligerweise auch ihre Jugendliebe. Weit weg von der Front muss Sasha sich neu organisieren und anpassen, was ihr nicht leichtfällt. Als sie entdeckt, dass die derzeitige intensive Abholzung der Wälder die Bäume ihrer Kindheit zerstören wird, konfrontiert sie die Holzfäller und wird zur Zielscheibe ihrer Miliz. Den will sie rächen und die Energie des Krieges wiederfinden, während Sasha nach Frieden und einer anderen Art des Kampfes sucht...

AMARA
Drehbuch und Regie: Michelle Keserwany
Produktion D: X-Filme Creative Pool GmbH (28%)
Förderung D: 100.000 Euro
Produktion F: Tanit Films SAS (24%)
Förderung F: 120.000 Euro
Weitere Koproduktionsländer: Dänemark, Libanon
Darine ist eine quirlige, lebensfrohe, aber völlig unpolitische Horoskopsprecherin in Beirut, die nach der Entlassung des Nachrichtensprechers überraschend dessen Rolle übernehmen muss. Plötzlich findet sich Darine, die bisher in einer heiteren, fiktiven Welt Zuflucht gesucht hat, im Zentrum einer düsteren politischen Realität wieder: Sie liest Propaganda-Nachrichten vor, ohne die Folgen ihrer Worte zu bedenken – bis ein älterer Mann sie konfrontiert und eine öffentliche Entschuldigung verlangt, weil sie seinen Sohn diffamiert hat. Diese Begegnung zwingt Darine, ihre Verantwortung nicht länger zu verdrängen.  

RESHMA SHERA
Drehbuch und Regie: Megha Ramaswamy
Produktion D: Nicole Gerhards (40%)
Förderung D: 100.000 Euro
Produktion F: JBA Production SARL (40%)
Förderung F: 100.000 Euro
Weitere Koproduktionsländer: Griechenland, Indien
Die neunjährige Reshma lebt in einer abgelegenen, von Ritualen geprägten Bergbausiedlung in Indien und arbeitet in einer illegalen Glimmermine. Nachdem ihre Mutter in der Mine ums Leben kommt, wird Reshma vom Dorfältesten für unheilvoll erklärt und mit dem zehnjährigen Sohn des Minenbesitzers verlobt. Doch bevor diese Ehe stattfinden kann, wird Reshma nach einem alten Brauch gezwungen, den Pariahund Shera zu heiraten, um so ihr angebliches Unglück neutralisieren.

Der nächste Einreichtermin für die Deutsch-Französische Koproduktionsförderung ist der 20. April 2026.

Alle Förderergebnisse finden Sie hier.

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