Filmabgabe

Auf Grundlage des Filmförderungsgesetzes (FFG) müssen Unternehmen, die Kinofilme verwerten, einen gesetzlich festgelegten Anteil ihrer Erlöse an die FFA entrichten. Diese sogenannte „Filmabgabe“ finanziert sämtliche Fördermaßnahmen der FFA und ist von Kinobetreibern, der Videowirtschaft, den Fernsehveranstaltern sowie den Programmvermarktern zu leisten.

Filmabgabe der Kinos (§ 66 FFG)

Die Höhe der Filmabgabe der Kinobetreiber wird pro Leinwand erhoben und richtet sich nach dem Nettoeintrittskartenerlösen. Kinos, deren Vorjahresumsatz 100.000 Euro pro Leinwand nicht übersteigt, müssen keine Filmabgabe entrichten und unterliegen nur der Meldepflicht. Bei umsatzstärkeren Kinos beträgt die Abgabe zwischen 1,8 und 3,0 Prozent des Umsatzes. Zur Berechnung der Filmabgabe melden alle Kinobetreiber der FFA ihre monatlichen Umsatz- und Besucherzahlen, die auch als Basis für verschiedene statistische Auswertungen und Studien dienen.

Filmabgabe von Videoprogrammanbietern (§ 66a FFG)

Die Filmabgabe von Videoprogrammanbietern, die als Lizenzrechteinhaber Filme über 58 Minuten auf Bildträgern wie  DVD oder Blu-ray Disc durch Vermietung oder Weiterverkauf verwerten und von Video-on-Demand-Anbieter, richtet sich ebenfalls nach dem Jahresnettoumsatz aus diesen Erlösen. Sie beträgt zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.

Videoprogrammanbieter, deren Nettoumsatz unter 500 000 Euro liegt und die weniger als 2 Prozent des Umsatzes mit Kinofilmen erzielen, müssen keine Filmabgabe entrichten. Video-on-Demand-Anbieter, die mit der Verwertung von Kinofilmen weniger als 500.000 Euro jährlich umsetzten, sind ebenfalls von der Abgabe befreit

Filmabgabe von Fernsehveranstaltern (§ 67 FFG)

Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstaltern wird die Filmabgabe auf die Ausgaben erhoben, die sie für die Ausstrahlung von Kinofilmen aufwenden; sie beträgt 3 Prozent dieser Kosten.

Private Fernsehveranstalter mit frei empfangbaren Programmen zahlen eine Filmabgabe auf die Nettowerbeumsätze. Die Filmabgabe beträgt zwischen 0,15 und 0.95 Prozent und richtet sich nach dem Anteil von Kinofilmen an der Gesamtsendezeit. Von der Filmabgabe befreit sind Programmangebote, die keinen oder nur einen geringen Kinofilmanteil (unter zwei Prozent der Gesamtsendezeit) beinhalten bzw. deren Gesamtnettoumsatz mit diesen Angeboten weniger als 750.000 Euro beträgt.

Veranstalter von Bezahlfernsehen sowie Programmvermarkter zahlen eine nicht-gestaffelte Filmabgabe in Höhe von 0,25 Prozent ihrer im vorletzten Jahr in Deutschland erzielten Nettoumsätze mit Abonnementverträgen oder gegen individuelles Entgelt. Von der Filmabgabe befreit sind Vermarkter, die keine oder nur wenige Kinofilme (unter zwei Prozent der Gesamtsendezeit) zeigen bzw. deren Gesamtnettoumsatz mit diesen Angeboten weniger als 750.000 Euro beträgt.

Online-Meldung zur Filmabgabe

Kinobetreiber- und Programmanbieter können sich unter filmabgabe.ffa.de registrieren, um Ihre Filmabgabemeldung online zu übermitteln.

Hier können Sie Ihre Filmabgabemeldung online übermitteln.

Die FFA-Nummern

§ 66 FFG
Kinobetreiber erhalten vierstellige Betreiber- und  Kinonummern sowie entsprechende sechsstellige Leinwandnummern.

§ 66a FFG
Videoprogrammanbieter erhalten eine dreistellige Programmanbieternummer sowie ggf. eine separate weitere PA-Nr.  als VoD-Anbieter.

§ 67 FFG
Fensehveranstalter erhalten derzeit keine Nummer.

Umsatzklassen

§ 151 FFG
Kinobetreiber
: Bei einem Vorjahresnettoumsatz

  • bis zu € 100.000 abgabefrei
  • bis zu € 125.000 Abgabesatz 1,8%
  • bis zu € 200.000 Abgabesatz 2,4%
  • über € 200.000 Abgabesatz 3,0%.

Neueröffnungen werden zunächst mit 3,0% eingestuft.

§ 152 FFG
Videoprogrammanbieter
: Bei einem Vorjahresnettoumsatz

  • bis zu € 500.000 abgabefrei
  • bis zu € 20 000 000 Abgabesatz 1,8%
  • über € 20 000 000 Abgabesatz 2,5%.

Neu registrierte Programmanbieter werden vorläufig mit 1,8 % eingestuft.

§ 153 FFG
Anbieter von Videoabrufdiensten: Bei einem Vorjahresnettoumsatz

  • bis zu € 500.000 abgabefrei
  • bis zu € 20 000 000 Abgabesatz 1,8%
  • über € 20 000 000 Abgabesatz 2,5%.

Für die Bestimmung der Umsatzklassen von Kinobetreibern und Videoprogrammanbietern ist der Umsatz des Vorjahres zugrunde zu legen. Sollten die Umsätze unter der Freigrenze liegen, sind sie gemäß dennoch verpflichtet,  die Meldung der Filmabgabe an uns vorzunehmen.

§ 67 FFG
Die Veranstalter frei empfangbarer Fernsehprogramme privatem Rechts haben je nach Spielfilmanteil von

  • weniger als 10% einen Abgabesatz von 0,15%
  • 10% bis 18% einen Abgabesatz von 0,35%
  • 18% bis 26% einen Abgabesatz von 0,55%
  • 26% bis 34% einen Abgabesatz von 0,75%
  • über 34% einen Abgabesatz von 0,95%

der Nettowerbeumsätze des vorletzten Jahres zu zahlen. Beträgt der Nettowerbeumsatz weniger als 750.000 €, fällt keine Filmabgabe an. Die Filmabgabe kann bis zu 50% in Form von Medialeistungen erbracht werden. Der Wert der Medialeistung muss die ersetze Barleistung um 1/3 übersteigen.

Veranstalter von Bezahlfernsehen und Programmvermarkter zahlen 0,25% der Nettoumsätze aus Abonnementverträgen des vorletzten Jahres. Beträgt der Gesamtnettoumsatz weniger als 750.000 €, fällt keine Filmabgabe an.

Öffentlich-rechtliche Fernsehveranstalter haben einen Abgabesatz von 2,5 % ihrer Kosten für die Ausstrahlung von Kinofilmen des vorletzten Jahres zu zahlen.

Meldung und Zahlung der Filmabgabe

§ 66 sowie 66a FFG
Kinobetreiber und Videoprogrammanbieter: Die Abrechnung und Zahlung der Filmabgabe ist monatlich jeweils zum 10. des folgenden Monats fällig.

§ 67 FFG
Fernsehveranstalter: Die Meldung der Umsatzzahlen erfolgt 1 x jährlich zum 01.08. des Jahres, die Zahlung der Filmabgabe hälftig zum 01.01. und 01.07. des Jahres.

Die Hochrechnung

Wurde nur während eines Teils des Jahres Umsatz erzielt, wird der Durchschnitt dieser Monate ermittelt und mit 12 multipliziert. Der Filmabgabeprozentsatz wird nach Hochrechnung am Jahresende endgültig festgelegt. Zuviel gezahlte Abgabebeträge werden erstattet.

Fehlende Meldungen / Zahlungsverzug

Ihre Abrechnung ist ausschlaggebend für die Berechnung der Filmabgabe.
Falls keine Meldungen abgegeben wurden, muss die Filmabgabe geschätzt werden.
Für abgabefreie Kinos (Leinwände) bzw. Programmanbieter muss das Zwangsgeldverfahren eingeleitet werden.

Falls versäumt wurde, die Filmabgabe zu zahlen, ist die FFA verpflichtet, das gesetzlich vorgeschriebene Mahnverfahren durchzuführen und anschließend ggf. die Zwangsvollstreckung einzuleiten.

Sollten Sie aufgrund ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sein, die Filmabgabe zu zahlen, suchen Sie bitte das Gespräch mit uns, damit wir ggf. gemeinsam eine Lösung finden können.

Kontakt

Lydia Trotz-Franz

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Lydia Trotz-Franz
Stellv. Verwaltungsleiterin / Leiterin Filmabgabe
Tel.: 030 - 27 57 7 - 211
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: trotz-franz@ffa.de

Anne Dimitrijević

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Anne Dimitrijević
Assistenz
Tel.: 030 - 27 57 7 - 212
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: Dimitrijevic@ffa.de

 

Michaela Beyer

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Michaela Beyer
Filmabgabe Kino
Tel.: 030 - 27 57 7 - 215
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: beyer@ffa.de

Heike Friedrich

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Heike Friedrich
Filmabgabe Kino
Tel.: 030 - 27 57 7 - 224
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: friedrich@ffa.de

Susan Raue

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Susan Raue
Filmabgabe Kino
Tel.: 030 - 27 57 7 - 214
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: raue@ffa.de

Sandra Nestler

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Sandra Nestler
Filmabgabe Videowirtschaft
Tel.: 030 - 27 57 7 - 213
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: nestler@ffa.de

Jacqueline Lochau

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Jacqueline Lochau
Filmabgabe Fernsehveranstalter/
Programmvermarkter
Tel.: 030 - 27 57 7 - 219
Fax: 030 - 27 57 7 - 222
E-Mail: lochau@ffa.de

 
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