Digitalisierung des deutschen Filmerbes

Die Sicherung und der Erhalt des nationalen Filmerbes ist für die deutsche Filmwirtschaft eine zentrale Aufgabe, um in der digitalen Medienwelt das deutsche Filmerbe in seiner Vielfalt einem möglichst breiten Publikum dauerhaft zugänglich zu machen. Dabei gilt es gleichzeitig, die Interessen der Filmbranche, der Rechteinhaber und -verwerter, der Filmfördereinrichtungen, Archive und Stiftungen zu berücksichtigen.

Förderung der Digitalisierung des deutschen Filmerbes

Die FFA fördert seit 2012 die Digitalisierung des deutschen Filmerbes. Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen wurden unter Einbindung von Sachverständigen aus der Branche in einem entsprechenden Kriterienkatalog zusammengestellt. Antragsberechtigt ist der Inhaber/die Inhaberin der für die beabsichtigte Auswertung erforderlichen Rechte an dem Film. Mit der Antragstellung muss ein plausibles und detailliertes Auswertungskonzept eingereicht werden. Jede Digitalisierung wird mit maximal 15.000 Euro unterstützt, der Antragsteller muss einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent vorweisen.

Fördervoraussetzungen

Filmförderungsgesetz (FFG): § 145 FFG

  • Antragsberechtigt ist der Inhaber/die Inhaberin der für die beabsichtigten Auswertung erforderlichen Rechte an dem Film

  • Gefördert werden programmfüllende Filme und zur Aufführung im Kino geeignete Kurzfilme nach §§ 41 bis 48 FFG (wobei § 46 FFG zwingend anzuwenden ist)

  • Vorlage einer BAFA-Bescheinigung oder eines gleichwertigen Nachweises, dass es sich um einen deutschen Film handelt

  • Der Film muss im Kino aufgeführt worden sein

  • Vorlage eines plausiblen und detaillierten Auswertungskonzepts

  1. Teilnahme an einem Hauptwettbewerb der Berlinale, der Internationalen Filmfestspiele von Cannes oder der Internationalen Filmfestspiele von Venedig oder
  2. Bis 1991 Teilnahme am Hauptwettbewerb des Internationalen Filmfest Moskau und Internationale Filmfestspiele Karlovy Vary oder
  3. Teilnahme an dem Hauptwettbewerb des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentarfilm und Internationales Dokumentarfilmfestival Nyon oder
  4. Teilnahme an einem Internationalen Hauptwettbewerb des International Short Film Festivals Clermont-Ferrand oder der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen oder Hauptpreisträger des Deutschen Wettbewerbs der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen oder
  5. Nominierung oder Auszeichnung Deutscher Filmpreis, Deutscher Kurzfilmpreis oder Bundesfilmpreis oder des Nationalen Spielfilmfestivals der DDR oder 
  6. Nominierung oder Auszeichnung beim OSCAR der Academy of Motion Picture Arts and Sciences oder
  7. Nominierung oder Auszeichnung Europäischer Filmpreis oder 
  8. Aufnahme in die Liste der filmhistorisch wertvollen und förderungswürdigen Filme des Deutschen Kinematheksverbund  oder
  9. Filme von außergewöhnlichem filmhistorischen und künstlerischen Wert. (Diese Beurteilung obligt einem fachkundigen Beirat, den die FFA einrichtet)

Förderbedingungen

  • Höchstfördersumme € 15.000 pro Film
  • max. 10 Filme pro Antragssteller/Antragstellerin im Jahr
  • Eigenanteil mindestens 20 Prozent
  • bestmögliches Ausgangsmaterial
  • Auflösung mindestens in 2K 
  • ​Herstellung einer barrierefreien Fassung
  • Einlagerung einer digitalen Fassung (DCP/DCDM je nach Regelung des Bundesarchivs) im Bundesarchiv
  • anerkannt werden nur Kosten für die Digitalisierung/Restaurierung
  • Inhaber von nichtgewerblichen Rechten können zum Materialselbstkostenpreis "digitale Fassungen" ziehen lassen
  • Zuerkennung in der Reihenfolge des Antragseingangs

Kontakt

Claudia Zeitler

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Claudia Zeitler
Förderreferentin
Tel.: 030 - 27 57 7 - 324
Fax: 030 - 27 57 7 - 333
E-Mail: zeitler@ffa.de

Fack Ju Göhte 3, Constantin
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