Soforthilfeprogramme der Filmförderungen

FFA-Maßnahmenpaket für die deutsche Film- und Kinowirtschaft

Um die Auswirkungen der Corona-Krise für die deutsche Film- und Kinowirtschaft abzumildern, haben Präsidium und Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen.

Für die Referenzfilmförderung kann die Teilnahme an Festivals, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht als Präsenzfestival durchgeführt werden können, sondern stattdessen online stattfinden, unter den jeweiligen Festival-Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Ausfallfonds des Bundes (Kino und HighEnd-Serien)

Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wurde zum Ausgleich von Schäden infolge Covid19-bedingter Produktionsunterbrechungen oder -abbrüche der sogenannte Ausfallfonds ins Leben gerufen – dieser ist Teil des Konjunkturpakets NEUSTART KULTUR. Die BKM stellt für den Ausfallfonds Mittel in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro für die Jahre 2020 und 2021 zur Verfügung.

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Pandemiebedingte Förderung von Filmverleih- und Filmvertriebsunternehmen

Die Bundesregierung stellt der Filmförderungsanstalt für die Verleih- und Vertriebsförderung elf Millionen Euro aus dem BKM-Programm Neustart Kultur zur Verfügung. Damit soll der durch Covid-19 bedingten erheblichen Marktstörung entgegengewirkt und der Verleih von Kinofilmen in Deutschland in den kommenden Monaten wieder in Gang gebracht werden.

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Zukunftsprogramm Kino II für pandemiebedingte Investitionen

In Ergänzung zum laufenden Zukunftsprogramm Kino hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) ein weiteres Förderprogramm in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro aufgesetzt. Das Zukunftsprogramm Kino II für pandemiebedingte Investitionen richtet sich an Kinos, die die Antragsvoraussetzungen des bestehenden Zukunftsprogramms Kino (in der Fassung vom 18. Mai 2020) nicht erfüllen. Gefördert werden Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie sowie zukunftsgerichtete Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kinos bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb.

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Geänderte Regelungen zu FFA-Filmabgabe und -Darlehenstilgungen

Angesichts der Ausbreitung von COVID-19, die aufgrund der Ausführungsverordnungen der einzelnen Bundesländer die vorübergehende Schließung u.a. von Kinos, des stationären Handels sowie der Gastronomie nach sich zog, gelten als Teil des FFA-Maßnahmepaketes geänderten Regelungen zu Filmabgabe und Darlehenstilgungen.

Zukunftsprogramm Kino: Erleichterung der Förderkriterien

Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisenlage erleichtert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die Förderkriterien des Zukunftsprogramms Kino, das am 9. März 2020 gestartet ist:

  • Anhebung der maximalen Höhe des Bundesanteils an der Zuwendung von 40 % auf 80 % der förderfähigen Kosten.
  • Die übrigen 20 % zur Schließung der Finanzierung können durch komplementäre Förderungen oder den Eigenanteil der Kinos gedeckt werden.
  • Verzicht auf eine zwingende Kofinanzierung durch investive Förderprogramme der Länder.

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Flexibilisierung der Auszahlung von Kinoreferenzmitteln

Mit einer Neufassung der Richtlinie D. 14, die am 18. Juni 2020 vom FFA-Verwaltungsrat beschlossen wurde, ist eine flexiblere Auszahlung der Kinoreferenzmittel möglich. In begründeten Ausnahmefällen müssen keine Verwendungsnachweise für die Auszahlung der ersten Rate vorgelegt werden, wenn die Antragsteller*innen schriftlich erklären, die Mittel für eine Maßnahme nach § 143 S. 1 FFG i.V.m. § 134 FFG oder nach § 143 S. 2 FFG zu verwenden. Da die Anträge für die Kinoreferenzmittel für das Kalenderjahr 2019 bis zum 15. März 2020 gestellt werden mussten, ist eine Rückwirkung der Neuregelung in die Richtlinie aufgenommen worden, damit sie bereits den aktuell auszahlungsberechtigten Kinobetreibern zugutekommt.

Förderung pandemiebedingter Mehrkosten bei Projekten des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und des German Motion Picture Fund (GMPF)

Im Zuge der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Filmwirtschaft hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zusammen mit der Filmförderungsanstalt (FFA) und den Länderförderern ein Corona-Soforthilfeprogramm zur Unterstützung der Produzentinnen und Produzenten entwickelt.

Dieses sieht auch eine anteilige Beteiligung an den pandemiebedingten Mehrkosten bei Film- und Serienproduktionen vor. Bereits geförderte Projekte des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) oder des German Motion Picture Funds (GMPF) können eine anteilige Förderung der pandemiebedingten Mehrkosten beantragen (Nachbewilligung). Bei Projekten, die sich noch in der Antragsprüfung befinden, können die Produzentinnen und Produzenten in Absprache mit der zuständigen Förderreferentinnen und Förderreferenten den Antrag hinsichtlich der pandemiebedingten Mehrkosten anpassen.

Corona-Mehrkostenförderung der kulturellen Filmförderung der BKM (keine Antragsfrist)

Um die Branche bestmöglich zu unterstützen, hat die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) mit der Filmförderungsanstalt (FFA) und den Länderförderern ein Hilfsprogramm für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino entwickelt.

Auch die Kulturelle Filmförderung der BKM beteiligt sich anteilig an den pandemiebedingten Mehrkosten der geförderten Projekte. Zur Ergänzung der gemeinsamen FAQ der Bundes- und Länderförderer finden Sie weitere Hinweise zum Verfahren der Antragsstellung an dieser Stelle.

Gemeinsames Hilfsprogramm der Bundes‐ und Länderförderer für die Film‐ und Medienbranche (Antragsfrist: bis 29.5.2020)

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf die Film- und Medienbranche haben die Bundes- und Länderförderer ein gemeinsames Hilfsprogramm mit Maßnahmen in den Bereichen Produktion, Verleih und Kino entwickelt. Es bezieht sich auf von verschiedenen Fördereinrichtungen in der Regel gemeinsam geförderte Projekte und umfasst Maßnahmen zur Produktions-, Verleih- und Kinoförderung.

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