Verleihförderung

Neben der Produktion deutscher Kinofilme fördert die FFA auch deren Auswertung. Der Verleih und das Marketing programmfüllender Kinofilme kann auf unterschiedliche Arten gefördert werden. Entweder im Rahmen von Projektverleihförderung, durch so genannte Medialeistungen und über eine automatische erfolgsabhängige Förderung, der Referenzverleihförderung.

Informationen zu Corona-Hilfen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino finden Sie hier.

 

Projektverleihförderung und Medialeistungen

Filmförderungsgesetz (FFG): 115 - 126 FFG

Die FFA fördert Verleihvorkosten mit bedingt rückzahlbaren Darlehen mit bis zu 600.000 Euro. Zu den Verleihvorkosten gehören die Herstellungskosten für Kopien sowie Aufwendungen für Marketing und Bewerbung eines Kinofilms. Kosten im Zusammenhang mit dem Auslandsvertrieb von Filmen sowie für außergewöhnliche Werbemaßnahmen oder besonderen Aufwand beim Verleih von Kinderfilmen können mit bis zu 150.000 Euro gefördert werden. Daneben kann auch ein Zuschuss für Maßnahmen zur Erweiterung bestehender und Erschließung neuer Absatzmärkte für Kurzfilme von bis zu 100.000 Euro gewährt werden.

Die Auswertung eines Films im Kino- und Videobereich als Gesamtmaßnahme kann mit bis zu bis 1.200.000 Euro gefördert werden.

Anträge auf Verleih- und Marketingförderung müssen vor Maßnahmenbeginn (wie z.B. Trailerschaltung, Plakatierung) vorliegen. Die Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung entscheidet in der Regel sechsmal im Jahr.

Medialeistungen

Über Vereinbarungen mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und den privaten Sendern vergibt die FFA Medialeistungen. Dies sind Werbezeiten, in denen ein Kinofilm im Fernsehen und im Radio beworben werden kann. Grundsätzlich sollen Medialeistungen nur Filmen zugesprochen werden, die bundesweit und mit mindestens 25 Kopien in den Kinos gestartet werden.

Medialeistungen können für einen Film zum Kinostart in unterschiedlicher Höhe für verschiedene Kategorien zuerkannt werden. Für den Fall, dass der Verleih Medialeistung auch für die Bewerbung von Video- oder Video-on-Demand-Erstveröffentlichungen beantragt hat, müssen mindestens 200.000 Euro Medialeistung für die Bewerbung zum Kinostart des betreffenden Films zugesprochen sowie eine bestimmte Besucherzahl erreicht worden sein.

Anträge auf Medialeistungen sollten von den Verleihfirmen gleichzeitig mit dem Antrag auf Projektverleihförderung gestellt werden. Über diese Anträge entscheidet die zuständige Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung.

Kontakt

Margret Günzel (TL)

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Margret Günzel
Teamleitung Auswertung
Tel.: 030 27577-320
Fax: 030 27577-333
E-Mail: guenzel@FFA.de

Referenzverleihförderung

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 127 - 133 FFG

Die FFA fördert Verleihe von erfolgreichen deutschen Kinofilmen über eine nachträgliche Förderung – die Referenzverleihförderung. Wie bei der Referenzfilmförderung berechnet sich die Gesamtreferenzpunktzahl aus den Besuchszahlen im Inland und durch den Erfolg bei national und international bedeutsamen Filmfestivals und Filmpreisen.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass ein Spielfilm zunächst innerhalb eines Jahres nach Erstaufführung in den deutschen Kinos mindestens 100.000 Referenzpunkte (= Besuche) bzw. 50.000 Besuche zzgl. 50.000 Punkte aus Preisen und Festivals erreicht hat. Für Filme mit Herstellungskosten unter 1.000.000 Euro, Erstlingswerke sowie Kinder- und Dokumentarfilme gelten niedrigere Schwellen.

Die Förderung ist innerhalb von drei Jahren nach der jeweiligen Zuerkennung für den Verleih neuer  programmfüllender Filme zu verwenden und kann für Verleihvorkosten eines neuen Films oder zur Mitfinanzierung von Minimumgarantien sowie zur Stammkapitalerhöhung der Verleihfirma genutzt werden.

Die Höhe der Förderung je Referenzpunkt steht in Abhängigkeit zu der Anzahl der teilnehmenden Filme und des jährlich zur Verfügung stehenden Budgets. Bei der Berechnung der Förderungshilfe werden höchstens 750.000 Besucher sowie höchstens 1.200.000 Referenzpunkte für Erfolge bei Festivals und Filmpreisen berücksichtigt.

FFA-Referenzverleihförderung wird auf Antrag des jeweiligen Verleihers einmal jährlich, spätestens Ende März, zuerkannt.

Kontakt

Zuerkennung

Auszahlung

Karin Pennartz

Pennartz_.jpg

Karin Pennartz
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-415
Fax: 030 27577-444
E-Mail: pennartz@ffa.de

Johannes Uebel

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Johannes Uebel
Förderreferent
Tel.: 030 27577-317
Fax: 030 27577-333
E-Mail: uebel@ffa.de

Sonderförderung nach § 2 FFG i.V.m. Referenzfilmförderung Verleih

Das Referenzfördersystem der FFA geht von einem regulären Spielbetrieb der Kinos über ein Kalenderjahr aus. Durch die pandemiebedingte Schließung der deutschen Kinos bzw. die erhebliche Einschränkung des Spielbetriebes konnten viele Filme nur einen Bruchteil der Referenzpunkte für die Besuchszahlen erwerben, wie es in einem normalen Jahr möglich gewesen wäre. Eine Anwendung der gesetzlichen Regelungen ohne Korrekturmechanismus würde zu erheblichen Verwerfungen in der Referenzförderung Produktion und Verleih zwischen Filmen führen, die im pandemiefreien Teiljahr und solchen die im pandemischen Teiljahr gestartet sind.

Die FFA wirkt dem entgegen, indem sie - in Ergänzung der gesetzlichen Regelungen und zum Ausgleich der pandemiebedingten Verwerfungen - im Wirtschaftsjahr 2021 gemäß § 2 FFG eine einmalige strukturelle Sonderförderung für das Kinojahr 2020 für solche Filme zur Verfügung stellt, deren Verwertung von den pandemiebedingten Einschränkungen erheblich betroffen sind. Der Ausgleich erfolgt auf Basis von Referenzpunktwerten und Förderbudget eines pandemiefreien Durchschnittsjahres unter Berücksichtigung pandemischer Besonderheiten.

Anträge können bis 28.06.2021 gestellt werden (Ausschlussfrist).

Kontakt

Karin Pennartz

Pennartz_.jpg

Karin Pennartz
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-415
Fax: 030 27577-444
E-Mail: pennartz@ffa.de

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