Nachhaltigkeit in der audiovisuellen Produktion

Der Schutz des Klimas und der Umwelt gehört zu den drängendsten Aufgaben dieser Zeit.

Im Schulterschluss mit der FFA, den Filmförderungen der Länder und dem Arbeitskreis Green Shooting erarbeitet die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bundesweit einheitliche ökologische Mindeststandards für die audiovisuelle Produktion, die ab dem 1. Januar 2023 gelten sollen.

Die Einhaltung dieser Mindeststandards wird eine verpflichtende Voraussetzung dafür sein, Fördermittel im Filmbereich zu erhalten. Sie soll in allen Förderregularien des Bundes und der Länder sowie bei den im Arbeitskreis Green Shooting zusammengeschlossenen Medienunternehmen, Plattformen, Sendern und weiteren Akteuren Anwendung finden.

Hierfür sollen die ökologischen Mindeststandards des Arbeitskreises Green Shooting, die seit dem 1. Januar 2022 unter dem Label „green motion" gelten, und die Nachhaltigkeitskriterien der Filmförderungen von Bund und Ländern, die im sogenannten Reallabor erprobt wurden, vereinheitlicht werden.

Reallabor zur Erprobung von Kriterien für die ökologisch nachhaltige Herstellung von audiovisuellen Produktionen

Die wissenschaftlichen Grundlagen für ökologisch nachhaltige Mindeststandards erarbeitet das Institut Ökopol in Kooperation mit KlimAktiv unter Berücksichtigung der Vorarbeiten des Arbeitskreises Green Shooting sowie der Erfahrungen aus dem Arbeitskreis „100 grüne Produktionen“.

In einem von Ökopol und KlimAktiv wissenschaftlich begleiteten „Reallabor“ wurden die möglichen Anforderungen an ökologische Mindeststandards bei der audiovisuellen Produktion praktisch erprobt. Zwischen Juli 2021 und Februar 2022 nahmen daran 22 Produktionen aus dem Kino-, TV- und Streaming- Bereich teil. Die Ergebnisse wurden im Juli 2022 in einem Abschlussbericht veröffentlicht; sie können von der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien heruntergeladen werden.

Nachhaltiges Produzieren nach dem Filmförderungsgesetz

Seit dem Inkrafttreten des aktuellen Filmförderungsgesetzes (FFG) am 1. Januar 2022 wird Projektfilmförderung nur gewährt, „wenn bei der Herstellung des Films wirksame Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit getroffen werden“. Laut der entsprechenden Richtlinie haben Filmhersteller derzeit bei Antragstellung eine voraussichtliche CO2-Berechnung mithilfe eines CO2-Rechners für die Produktion vorzulegen. Bei Schlusskostenprüfung ist eine Ist-Bilanz des CO2 Ausstoßes der Produktion abzugeben.

Externe Links

www.bundesregierung.de www.oekopol.de www.klimaktiv.de www.moin-filmfoerderung.de www.mfg.de www.100grueneproduktionen.de

Kontakt

Reallabor

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Susanne Hahn-Roesch

Förderreferentin Schwerpunkt: Nachhaltiges Produzieren und Dokumentarfilm

Tel.: 030 27577-421

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