Produktionsförderung

Die FFA fördert die Herstellung von Kinofilmen aller Genres. Die Förderung wird auf zwei unterschiedliche Förderarten gewährt: im Rahmen von selektiver projektbezogener Förderung, der Projektfilmförderung, und von automatischer erfolgsabhängiger Förderung, der Referenzfilmförderung. Projektfilmförderung erhalten Produzent*innen, wenn sie mit seinem Drehbuch und Herstellungs- und Vermarktungskonzept überzeugen können. Referenzfilmförderung ist eine nachträgliche Förderung für Besuchs-, Filmpreis- und Festivalerfolge.

Informationen zu Corona-Hilfen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino finden Sie hier.

 

Projektfilmförderung

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 59 - 72 FFG

Produzent*innen mit Firmensitz in Deutschland können Fördergelder für deutsche Kinoprojekte und internationale Koproduktionen von mindestens 79 Minuten (Kinderfilme 59 Minuten) als bedingt rückzahlbare Darlehen bei der FFA beantragen. Dem Antrag sind u. a. das deutsche Drehbuch, Stab- und Besetzungsliste, Drehplan, Nachweis der erworbenen Rechte, Finanzierung und Kalkulation sowie der Nachweis einer Verleihzusage beizufügen.

Die Höhe der möglichen Mindestfördersumme ist abhängig von den Herstellungskosten des Films. Bei internationalen Co-Produktionen dient der deutsche Finanzierungsanteil als Berechnungsgrundlage. Wird eine höhere Fördersumme beanragt,als die gesetzliche Mindestförderquote vorschreibt, so kann die Fördersumme von der Kommission auf die Mindestförderquote gekürzt werden. Die Höchstsumme der Förderung liegt bei 1 Millionen Euro. Die genauen Mindestförderquoten finden Sie unter Informationen und Formulare.

Voraussetzung für eine Förderung ist u. a., dass der Film zu großen Teilen in deutscher Sprache gedreht oder synchronisiert wird und dass deutsche oder europäische Studio- und Postproduktionsfirmen an der Herstellung beteiligt sind. Weiterhin muss die Uraufführung des fertigen Films in einem deutschen Kino oder als deutscher Beitrag auf einem internationalen Festival stattfinden, und es muss eine barrierefreie Fassung hergestellt werden.

Vor der Antragstellung darf mit den Dreharbeiten nicht begonnen werden. Hat ein Projekt bereits Referenzmittelförderung für die Projekt- oder Drehbuchfortentwicklung erhalten, wird diese Summe auf die Projektfilmförderung angerechnet.

Die FFA legt ihren Fokus insbesondere auf die Förderung von qualitativ hochwertigen Projekten, darunter auch Projekte von talentierten Nachwuchskräften oder Kinderfilmprojekte, die auf Originalstoffen beruhen.

Die Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung entscheidet über die Bewilligung und die Höhe der Förderung, wobei insbesondere die Qualität des Drehbuchs, die zu erwartenden Besucherzahlen und die Wirtschaftlichkeit des Projekts berücksichtigt werden. Die Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung entscheidet in der Regel sechs- bis achtmal im Jahr. 

Online-Antrag auf Projektfilmförderung - Digitale Antragsannahme


Hier können Sie Anträge auf Projektfilmförderung stellen

Dem Antrag auf Produktionsförderung sind folgende Anlagen digital beizufügen:

  • Drehbuch / Treatment (in deutscher Sprache)
  • Gewerbeanmeldung / aktueller Handelsregisterauszug
  • Inhaltsangabe incl. kurze Logline
  • ggf. kombinierte Verleihförderung
    (Kalkulation der Herausbringungskosten, Dealmemo mit Verleiher)
  • Kalkulation
  • Finanzierungsplan sowie Finanzierungsnachweise
  • Nachweis der Rechte (Autorenvertrag)
  • Verleihvertrag
  • Marketingkonzept mit Einschätzung der Auswertungserwartungen
  • Erklärung zum Rückfall der TV-Rechte
  • ggf. Koproduktionsverträge
  • ggf. vorläufige BAFA (bei internationalen Koproduktionen)
  • Drehplan
  • Stabliste
  • Filmografie des Antragstellers
  • Besetzungsliste incl. LOIs
  • Erklärung über die Beschäftigung von Nachwuchskräften
  • ggf. Ausnahmeanträge

Kontakt

Selay Esperling

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Selay Esperling
Förderreferentin
Schwerpunkt: KInderfilm
Tel.: 030 27577-420
Fax: 030 27577-444
E-Mail: esperling@ffa.de

Nadja Jumah

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Nadja Jumah
Förderreferentin
Schwerpunkt: Projekte mit HK > 5 Mio.€
Tel.: 030 27577-419
Fax: 030 27577-444
E-Mail: Jumah@ffa.de

Manuela Mildner

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Manuela Mildner
Förderreferentin
Schwerpunkte: Debütfilm und Projekte mit HK < 5 Mio.€
Tel.: 030 27577-414
Fax: 030 27577-444
E-Mail: mildner@ffa.de

Jule Wolff FFA

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Jule Wolff
Förderreferentin
Schwerpunkt: Dokumentarfilm
Tel.: 030 27577-426
Fax: 030 27577-444
E-Mail: j.wolff@ffa.de

  

Referenzfilmförderung

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 73 - 90 FFG

Die FFA fördert Produzent*innen von erfolgreichen deutschen Kinofilmen über eine nachträgliche Förderung – die Referenzfilmförderung. Als Gradmesser bei der Vergabe der Förderungen dient ein Punktesystem. Bei dieser Förderung handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt, aber zur Herstellung bzw. Herausbringung neuer Produktionen eingesetzt werden müssen.

Die Referenzpunktzahl des Filmes berechnet sich aus den verkauften Kinokarten im Inland und dem Erfolg bei national und international bedeutsamen Filmfestivals und Filmpreisen. Die „Punkteschwellen“, um an der Referenzfilmförderung teilnehmen zu können, sind für Langfilme, Erstlingswerke, Kinder- und Dokumentarfilme unterschiedlich.

Die Teilnahme an Festivals, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht als Präsenzfestival durchgeführt werden können, sondern stattdessen online stattfinden, kann im Rahmen der Referenzfilmförderung unter den jeweiligen Festival-Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Voraussetzung für eine Förderung von Spielfilmen ist, dass der Film innerhalb eines Jahres nach Erstaufführung in den deutschen Kinos mindestens 150.000 Referenzpunkte (= Besucher) bzw. 50.000 Besuche zzgl. 100.000 Punkte aus Preisen und Festivals erreicht hat – sofern die Herstellungskosten unter 8 Millionen Euro liegen. Bei höheren Herstellungskosten steigt auch die Schwelle der zu erreichenden Punkte (8 Millionen bis 20 Millionen Euro Produktionskosten: mindestens 300.000 Punkte, über 20 Millionen Euro Produktionskosten: mindestens 500.000 Punkte). Durch das Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) reduziert sich die zu erreichende Punktzahl. 

Erstlingswerke, Kinder- und Dokumentarfilme sowie Filme mit Herstellungskosten unter einer Million Euro qualifizieren sich mit weniger Besuchen für eine Referenzfilmförderung. Die Auszeichnung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung Wiesbaden (FBW) oder mit Festival- und Preiserfolgen senkt ebenfalls die Eingangsschwelle. Zudem werden bei Kinder- und Dokumentarfilmen die Besuche innerhalb von drei Jahren, sowohl aus gewerblichen als auch nichtgewerblichen Aufführungen, berücksichtigt. Unsere Förderabteilung unterstützt Sie gerne bei der Ermittlung Ihres Punktestandes.

Die Referenzmittel sollen vorrangig für ein neues Filmprojekt verwendet werden, kann aber auch für die Entwicklung von neuen Filmprojekten oder für die Erhöhung des Stammkapitals eingesetzt werden. Die Mittel müssen innerhalb von drei Jahren nach der Zuerkennung abgefordert werden.

Die Höhe der Förderung je Referenzpunkt steht in Abhängigkeit zu der Anzahl der teilnehmenden Filme und des jährlich zur Verfügung stehenden Budgets.

FFA-Referenzfilmförderung wird auf Antrag des Produktionsunternehmens einmal jährlich, spätestens Ende März, zuerkannt.

Kontakt

Zuerkennung

Auszahlung

Karin Pennartz

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Karin Pennartz
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-415
Fax: 030 27577-444
E-Mail: pennartz@ffa.de

Jessica Deyssenroth

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Jessica Deyssenroth
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-417
Fax: 030 27577-444
E-Mail: Deyssenroth@ffa.de

 

Sonderförderung nach § 2 FFG i.V.m. Referenzfilmförderung Produktion

Das Referenzfördersystem der FFA geht von einem regulären Spielbetrieb der Kinos über ein Kalenderjahr aus. Durch die pandemiebedingte Schließung der deutschen Kinos bzw. die erhebliche Einschränkung des Spielbetriebes konnten viele Filme nur einen Bruchteil der Referenzpunkte für die Besuchszahlen erwerben, wie es in einem normalen Jahr möglich gewesen wäre. Eine Anwendung der gesetzlichen Regelungen ohne Korrekturmechanismus würde zu erheblichen Verwerfungen in der Referenzförderung Produktion und Verleih zwischen Filmen führen, die im pandemiefreien Teiljahr und solchen die im pandemischen Teiljahr gestartet sind.

Die FFA wirkt dem entgegen, indem sie - in Ergänzung der gesetzlichen Regelungen und zum Ausgleich der pandemiebedingten Verwerfungen - im Wirtschaftsjahr 2021 gemäß § 2 FFG eine einmalige strukturelle Sonderförderung für das Kinojahr 2020 für solche Filme zur Verfügung stellt, deren Verwertung von den pandemiebedingten Einschränkungen erheblich betroffen sind. Der Ausgleich erfolgt auf Basis von Referenzpunktwerten und Förderbudget eines pandemiefreien Durchschnittsjahres unter Berücksichtigung pandemischer Besonderheiten.

Kontakt

Karin Pennartz

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Karin Pennartz
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-415
Fax: 030 27577-444
E-Mail: pennartz@ffa.de

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