Kinoförderung

Die Kinoförderung durch die FFA hat zum Ziel, die flächendeckende und vielfältige Kinostruktur sowie deren Qualität sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen zu stärken und zu erhalten. Es gibt eine Förderung nach dem Projektprinzip und eine Förderung nach dem Referenzprinzip.

Projektkinoförderung

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 134 - 137 FFG

Zur Modernisierung und Verbesserung von Kinos sowie Kinoneubauten, sofern sie der Strukturverbesserung dienen, können Förderungen bis zu 200.000 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 350.000 Euro gewährt werden. Maximal können 50 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten als Förderhilfen zuerkannt werden. Davon bis zu 30 Prozent als Zuschuss und 70 Prozent als zinsloses Darlehen. Die Laufzeit des Darlehens ist abhängig von der Darlehenshöhe mit einer maximalen Laufzeit von 10 Jahren.

Zusätzlich zu den herkömmlichen Förderungen werden Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes in den Kinos als Zuschuss gewährt – z. B. das digitale Equipment für Audiodeskription und / oder Untertitel als Zuschuss. Die Förderung bezieht sich auf 50 Prozent des Vorhabens.

Für Maßnahmen der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit von Kinos, für außergewöhnliche oder beispielhafte Werbe- oder Marketingmaßnahmen, sowie für sonstige Maßnahmen, die geeignet erscheinen, die Wettbewerbsfähigkeit der Kinos insgesamt zu stärken und ihre flächendeckende Erhaltung zu sichern, können Zuschüsse bis zu 200.000 Euro gewährt werden.

Die gutachterliche Beratung von Kinos, sowie die medienpädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei zur Aufführung für das Kino bestimmten Filmprogrammen im Kino kann mit Zuschüssen von bis zu 5.000 Euro, die Aufführung von Kurzfilmen als Vorfilm im Kino bzw. originäre Kurzfilmprogramme in Höhe von bis zu 2.000 Euro unterstützt werden.

Teilerlass von Altdarlehen: Statt einer solchen Förderhilfe kann die FFA auch unter bestimmten Voraussetzungen für Maßnahmen zur Modernisierung und Verbesserung von Kinos sowie zur Neuerrichtung, wenn sie der Strukturverbesserung dient, 50 Prozent der bei der FFA bestehenden Restschuld aus einem laufenden Darlehen für eine frühere Förderung erlassen.

Anträge können von den Kinobetreibern zu den jeweiligen Antragsfristen gestellt werden. Die dafür zuständige Kommission für Kinoförderung kommt in der Regel viermal im Jahr zusammen.

Darüber hinaus führt die FFA seit April 2018 die Kinoinvestitionsförderung der Medienboard Berlin Brandenburg GmbH durch. Kinos in Berlin und Brandenburg werden für die Neuerrichtung, Modernisierung und Verbesserung mit einer Förderhöhe bis zu 50% der FFA Förderung unterstützt.  
 

Online-Antrag zur Kinoförderung - Digitale Antragsannahme


Hier können Sie Anträge auf Kinoförderung stellen

für folgende Bereiche im Rahmen der Kinoförderung:

  • Neuerrichtung, Erweiterung und Modernisierung
  • Beratung von Kinos
  • Aufführung von bestimmten medienpädagogisch begleiteten Kinderfilmprogrammen im Kino
  • Verwirklichung und Erprobung neuartiger Maßnahmen im Kino sowie außergewöhnliche und bespielhafte Werbe- und Marketingmaßnahmen
  • Maßnahmen der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit von Kinos
  • Kurzfilm als Vorfilm und originäre Kurzfilmprogramme

Um eine möglichst reibungslose Antragsbearbeitung zu gewährleisten, bitten wir die Antragsteller, vor der Einreichung Kontakt zum Team der FFA-Kinoförderung aufzunehmen. Bitte beachten Sie, dass mit der Maßnahme erst mit Datum der Förderentscheidung begonnen werden darf.

Kontakt

Margret Günzel (TL)

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Margret Günzel
Teamleitung Auswertung
Tel.: 030 27577-320
Fax: 030 27577-333
E-Mail: guenzel@FFA.de

Sandra Küchler

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Sandra Küchler
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-323
Fax: 030 27577-333
E-Mail: kuechler@ffa.de

Thorben Kasch

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Thorben Kasch
Förderreferent
Tel.: 030 27577-321
Fax: 030 27577-333
E-Mail: kasch@ffa.de

Imme Krain

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Imme Krain
Förderreferentin
Tel.: 030 27577-322
Fax: 030 27577-333
E-Mail: krain@ffa.de

Steffen Gronowski

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Steffen Gronowski
Förderreferent
Tel.: 030 27577-315
Fax: 030 27577-333
E-Mail: gronowski@ffa.de

Leszek Pilat

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Leszek Pilat
Förderreferent
Tel.: 030 27577-319
Fax: 030 27577-333
E-Mail: pilat@ffa.de

 
 

Kinoreferenzförderung

Filmförderungsgesetz (FFG): §§ 138 - 144 FFG

Das Referenzprinzip ermöglicht dem Kinobetreiber eine nachträgliche Förderung für bereits erreichte Zuschauererfolge zu bekommen. Dazu zählen außergewöhnliche Besucherzahlen für deutsche und sonstige Filme aus Mitgliedstaaten der EU oder aus einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bzw. aus der Schweiz. Referenzförderung kommt Kinos zugute, die mindestens 5.000 Referenzpunkte pro Leinwand erreichen.

Referenzpunkte erhält ein Kino (Leinwand), das mit dem Kinoprogrammpreis der BKM ausgezeichnet wurde oder mit dem entgeltlichen Abspiel von o.g. Filmen den 1,5-fachen Wert (Prozent) des Zuschauermarktanteils erzielt hat. Weiterhin erhält ein Kino Referenzpunkte pro Besucher, in denen das entgeltliche Abspiel von o.g. Filmen den 1,75-fachen Wert (Prozent) des Zuschauermarktanteils des deutschen Films im vergangenen Kalenderjahr erreicht hat. Je nach Antragsvoraussetzung können ein bis drei  Referenzpunkte pro Besucher erreicht werden.

Die Zuschüsse werden für die Modernisierung, Verbesserung und Neuerrichtung von Kinos gewährt. Darüber hinaus können die Fördermittel für Werbemaßnahmen von deutschen und europäischen Filmen, aber auch für außergewöhnliche oder beispielhafte Werbe- oder Marketingmaßnahmen verwendet werden.

Die Förderung wird frühestens drei Monate nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres ausgezahlt.

Online-Antrag zur Referenzkinoförderung - Digitale Antragsannahme

Kinobetreiber, die in diesem Jahr Referenzmittel beantragen wollen, müssen ihre Anträge und Unterlagen bis zum 15. März 2020 online bei der FFA einreichen. Anträge, die bei der FFA zu diesem Termin nicht online gestellt wurden, können bei der Ausschüttung der Referenzmittel nicht berücksichtigt werden (Ausschlussfrist).

Hier können Sie Anträge auf Kinoreferenzförderung stellen

Nachzuweisen ist für das Jahr 2019 pro Leinwand ein Besuchermarktanteil von mindestens

  • 58,80 % für deutsche Filme und Filme aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) oder aus einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder aus der Schweiz

 oder

  • 37,63 % für deutsche Filme (nationale und internationale Koproduktionen).

Basis (100%) für die Berechnung ist die vom Kinobetreiber gemeldete Jahresbesucherzahl an die FFA.

Es kann nur ein Antrag pro Betreiber für seine Leinwände eingereicht werden.

Der Antrag ist innerhalb von 5 Tagen nach Online-Antragstellung (ohne Nachweise) unterschrieben einzureichen an die

Filmförderungsanstalt (FFA), z. Hd. Leszek Pilat
Große Präsidentenstraße 9, 10178 Berlin. 

Kontakt

Leszek Pilat

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Leszek Pilat
Förderreferent
Tel.: 030 27577-319
Fax: 030 27577-333
E-Mail: pilat@ffa.de

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