Die Filmförderung des Bundes im Programm der Herbstfestivals
Pressemitteilung vom 02.09.2026
Licht aus auf dem Lido, Ton ab in Toronto und Stille bitte in San Sebastián! In den Kinosälen der drei großen internationalen Filmfestivals sind in diesem September 16 unterschiedliche Filme und eine Serie zu sehen, die mit Bundesfördermitteln entstanden sind.
„Ich freue mich sehr über die starke internationale Sichtbarkeit des deutschen Kinos in diesem Festivalherbst“, so FFA-Präsidentin Kirsten Niehuus. „Die in Venedig, Toronto und San Sebastián präsentierten Werke zeigen eindrucksvoll die ganze Bandbreite des aktuellen deutschen Films: große Namen wie Wim Wenders und Fatih Akin, frisch Gekürte wie Sandra Wollner und Valeska Grisebach und neue Stimmen wie Tony Vahl und Jannis Lenz. Ihnen und allen anderen Regisseur*innen und Produzent*innen, zu deren Filmen wir mit unserer Förderung beitragen konnten, wünsche ich erfolgreiche Festivalscreenings und darüber hinaus noch viele begeisterte Kinobesucher*innen in aller Welt.“
Bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig (2. – 12. September 2026) zeigt die Reihe Venice Open im Hauptprogramm außer Konkurrenz zwei geförderte Dokumentarfilme: Sergei Loznitsas „Imperium“, ein aus Archivmaterial aus den 1970er Jahren zusammengestelltes Panorama der Sowjetunion, und Wim Wenders‘ in 3D gefilmte Reise zu den vom Architekten Peter Zumthor geschaffenen Orten, „From Inside Out – The Architecture of Peter Zumthor“. Das historische Biopic „Das Mädchen mit der Leica“ von Regisseurin Alina Marazzi mit Emilia Schüle, Aaron Altaras und Luna Wedler eröffnet die Orizzonti, in deren Wettbewerb auch Jannis Lenz‘ Spielfilmdebüt „Oase“ gezeigt wird. Darüber hinaus ehrt die Sektion Venice Classics den in diesem Jahr verstorbenen Alexander Kluge mit der Aufführung seines mit FFA-Unterstützung digitalisierten Dramas „Abschied von gestern“ aus dem Jahr 1966.
Das 51. Toronto International Film Festival (10. – 20. September 2026) wartet mit einer Reihe nordamerikanischer Premieren in Cannes ausgezeichneter Titel auf, darunter Sandra Wollners von Deutschland ins Oscar-Rennen geschicktes Drama „Everytime“ und Valeska Grisebachs „Das geträumte Abenteuer“ in der Sektion Centrepiece sowie Ryûsuke Hamaguchis „All Of A Sudden“ als Teil der Special Presentations. Weltpremiere feiern in Toronto Tony Vahls Langfilmdebüt „Krux“ mit Jella Haase in der Sektion Discovery und die ARD-Serie „Breitscheidplatz 19/12“ von David Nawrath mit Albrecht Schuch und Bayan Layla in Primetime.
„Krux“ ist als Doppelpremiere auch beim 74. San Sebastián International Film Festival (18. – 26. September 2026) programmiert und hat im Hauptwettbewerb der Official Selection ebenso Chancen auf die Goldene Muschel wie Fatih Akins Liebesdrama „Geister“, der Eröffnungsfilm des Festivals. In weiteren Wettbewerbssektionen laufen Tatjana Moutchniks Langfilmdebüt „Sieben Tage Februar“ (New Directors) und Salka Tizianas Kurzfilm „Gluey Feathers“ (Zabaltegi-Tabakalera).
Alle geförderten Filme in Venedig, Toronto und San Sebastián im Überblick
Bild: Festival-Artworks © Venice International Film Festival, Toronto International Film Festival, San Sebastián International Film Festival