Lago und Leoparden: Die FFA in Locarno
Pressemitteilung vom 04.08.2026
Großes Kino am Lago Maggiore: Mit elf produktionsgeförderten Filmen in acht Sektionen, darunter zwei Beiträgen im internationalen und zwei im Nachwuchswettbewerb, ist die Filmförderung des Bundes beim 79. Locarno Film Festival (5. bis 15. August 2026) breit vertreten. Zwei weitere Projekte im Entwicklungsstadium wurden für die elfte Ausgabe der FFA-geförderten Koproduktionsinitiative Alliance 4 Development von Locarno Pro ausgewählt.
Drei Jahre nach der Projektvorstellung und Auszeichnung bei Alliance 4 Development (A4D) feiert Ann Orens Mystery-Drama „Objet a“ nun seine Weltpremiere im Concorso Internazionale. Die Produktion der Schuldenberg Films wurde mit Partnern in Luxemburg und Griechenland realisiert.
Ebenfalls für den Goldenen Leoparden nominiert ist Isabelle Stevers Drama um ein queeres Paar in der Ukraine, „I Rarely Wake Up Dreaming“ entstand als deutsch-ukrainische Koproduktion.
Im Wettbewerb Cineasti del Presente werden Luise Donschens zur Wendezeit spielendes Drama „Morgen vor langer Zeit“ und Nicolaas Schmidts experimentelle Erzählung eines Strandtages, „September Afternoon“, gezeigt.
Premiere feiern außerdem Felix Randaus historisches Drama „Ich ist ein anderer“ auf der eindrucksvollen Piazza Grande sowie Niklas Chryssos‘ Horrorfilm „Bloody Tennis“ und der Dokumentarfilm „Übergang“ von Peter Badel und Chris Wright in der Sektion Fuori Concorso.
In weiteren Festivalsektionen laufen mit Produktionsförderung entstandene Filme, die bereits erfolgreich auf anderen Festivals zu sehen waren, darunter Ryūsuke Hamaguchis „All Of A Sudden“, dessen in Cannes ausgezeichnete Hauptdarstellerin Virginie Efira in diesem Jahr mit dem Leopard Club Award des Locarno Film Festivals gewürdigt wird.
Alle geförderten Filme auf dem Locarno Film Festival im Überblick
Die elfte Ausgabe des seit 2015 von der FFA unterstützten Koproduktionstreffens Alliance 4 Development findet in diesem Jahr vom 6. bis 11. August im Rahmen von Locarno Pro statt. Unter den elf ausgewählten Projekten im Entwicklungsstadium sind zwei deutsche Produktionen: Henning Beckhoffs Vater-Kind-Drama „Dyspnoe“, das von Frauke Kolbmüller und ihrer Hamburger Oma Inge Film produziert wird, und Claudia Rorarius‘ Science-Fiction-Film „Humanoid“, eine Produktion ihrer eigenen Soquietfilms aus Berlin. Die weiteren neun Projekte in Entwicklung kommen aus Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Das dreitägige A4D-Programm mit Pitchings, Workshops, Networking u. v. m. zielt darauf ab, Koproduktions-partnerschaften für die Teilnehmenden zu ermöglichen und somit den Weg zu internationaler Zusammenarbeit und weltweiter Sichtbarkeit der Filme zu ebnen. Zusätzlich haben die ausgewählten Projekte die Chance, einen von sieben Förderpreisen mit Beratungs- oder Produktionsleistungen zu gewinnen.
Bild: Locarno79 Official Poster © Cindy Sherman
