Vier neue Kurzfilme erhalten kulturelle Filmförderung des Bundes

Pressemitteilung vom 22.05.2026

In ihrer ersten Sitzung des Jahres hat die Förderjury insgesamt 160.000 Euro kulturelle Kurzfilmförderung vergeben. Die vier geförderten Projekte setzen sich aus zwei fiktionalen und zwei dokumentarischen Kurzfilmen zusammen.

Sowohl Jalal Maghouts in Syrien spielendes Drama „Die Schwere der Abwesenheit“ als auch Dina Velikovskayas Dokumentarfilm „HBF“ über die Ankunft ukrainischer Geflüchteter in Berlin erzählen von unmittelbar kriegsbetroffenen Menschen – beide in animierter Form. Das Horrorgenre wählen Jörg Haaßengier und Jürgen Brügger in ihrem Schädlings-Dokumentarfilm „Kakerlak“ wie auch Drishya Gautham in „Kurkuma“ über einen aus dem Ruder laufenden Dinnerabend. „Kurkuma“ entsteht als deutsch-indische Koproduktion, „HBF“ wird mit französischem Koproduktionspartner realisiert.

Die Förderung im Detail:

DIE SCHWERE DER ABWESENHEIT
Produktion: Wait a Second! / Matern-Maghout-Magnuska-Plucinska-Solomon-Ziolkowska GbR
Drehbuch und Regie: Jalal Maghout
Förderung: 40.000 Euro
Inmitten des vom Krieg zerrütteten Damaskus versucht ein junger Mann verzweifelt, das Schicksal des verhafteten Vaters aufzuklären. Doch seine Suche führt ihn in ein korruptes System, in dem auch sein Leben auf dem Spiel steht und nur ein körperliches Opfer Erlösung verspricht. Der Film entsteht auch mit FFA-Referenzmitteln. 

HBF
Produktion: Wait a Second! / Matern-Maghout-Magnuska-Plucinska-Solomon-Ziolkowska GbR
Drehbuch und Regie: Dina Velikovskaya
Förderung: 40.000 Euro
In Interviews mit Freiwilligen, die nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am Berliner Hauptbahnhof halfen, entfaltet sich ein Kaleidoskop aus Erinnerungen an die Menschen auf der Flucht. Die Geschichte der freiwilligen Helferin Nina hält die Erzählung zusammen. Ihr Gefühl der Verlorenheit führt sie an den Rand der Realität, bis die Begegnung mit einem Geflüchteten ihr Halt und Orientierung zurückgibt. Der Film entsteht auch mit FFA-Referenzmitteln. 

KAKERLAK
Produktion: Jörg Haaßengier
Drehbuch und Regie: Jörg Haaßengier, Jürgen Brügger
Förderung: 40.000 Euro
Ein unsichtbarer Feind übernimmt den Alltag: In der niedersächsischen Kleinstadt Damme wird die Kakerlake zur Projektionsfläche kollektiver Ängste. Ein beklemmendes Panorama über Kontrolle, Verdrängung und die Fragilität unserer Zivilisation. 

KURKUMA
Produktion: Mayana Films – Zorana Mušikic & May Odeh GbR
Regie: Drishya Gautham
Drehbuch: Drishya Gautham, Tarana Reddy
Förderung: 40.000 Euro
Magesh, ein tamilischer Koch in Berlin, arbeitet für die App KultServ und ist kurz davor, zum „KultKing“ aufzusteigen. Besessen von Bewertungen will er bei einem Dinnerjob alles richtig machen – vor allem, als sein Dating-App-Flirt Lisa auftaucht. Doch dann lässt sich ein kleiner Kurkuma-Fleck auf einer weißen Marmorplatte nicht mehr entfernen und beginnt sich auszubreiten. Während des Essens eskaliert die Stimmung.

Genderübersicht – Produktionsförderung Kurzfilm:
26 Anträge,
davon
11 Projekte von/mit Beteiligung einer Autorin
11 Projekte von/mit Beteiligung einer Regisseurin
14 Projekte von/mit Beteiligung einer Produzentin

4 geförderte Projekte,
davon
2 Projekte von/mit Beteiligung einer Autorin
2 Projekte von/mit Beteiligung einer Regisseurin
2 Projekte von/mit Beteiligung einer Produzentin

An der Sitzung nahmen Birgit Glombitza, Fitore Muzaqi, Đức Ngô Ngọc, Gustavo (aka Tavo Ruiz) Ruiz Luna und Volker Schlecht teil.

Die zweite Fördersitzung der Jury für Kurzfilm findet am 4. und 5. November 2026 statt, Einreichfrist ist der 25. August. Zur Übersicht der kommenden Einreich- und Sitzungstermine

Alle Förderergebnisse finden Sie hier.

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